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Teilereinigung

Richtig angepasster Reinigungsprozess erhöht Qualität und Wirtschaftlichkeit

| Autor / Redakteur: Doris Schulz / Stéphane Itasse

Mit nasschemischen Reinigungsverfahren lassen sich praktisch alle Aufgabenstellungen in der Metall verarbeitenden Industrie erfüllen. Wesentliche Kriterien für einen effizienten Prozess sind die Auswahl des Reinigungsmediums und der Verfahrenstechnik.
Mit nasschemischen Reinigungsverfahren lassen sich praktisch alle Aufgabenstellungen in der Metall verarbeitenden Industrie erfüllen. Wesentliche Kriterien für einen effizienten Prozess sind die Auswahl des Reinigungsmediums und der Verfahrenstechnik. (Bild: Dürr Ecoclean)

Die Teilereinigung ist in der Fertigung metallischer Bauteile mittlerweile ein unverzichtbares Glied der Produktionskette geworden. Qualität und Effizienz dieses Prozesses hängen jedoch in entscheidendem Maß von der Auswahl des richtigen Reinigungsmediums und der Technik des angewandten Reinigungsverfahrens ab.

Bei der Herstellung und Bearbeitung metallischer Bauteile kommt es unweigerlich zur Verunreinigung der Werkstücke. Dieser Schmutz, beispielsweise Reste von Bearbeitungsmedien und Poliermitteln, Späne, Grate und Abrieb, stellt üblicherweise ein Problem bei den nachfolgenden Prozessen dar. Andererseits können die Kontaminationen die Qualität, Funktion und Lebensdauer der fertigen Produkte beeinträchtigen. Die industrielle Teilereinigung leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Wertschöpfung in Fertigungsbetrieben.

Nasschemische Reinigungsverfahren erfüllen fast alle Ansprüche der Metallverarbeiter

In der Metall ver- und bearbeitenden Industrie lassen sich nahezu alle Aufgabenstellungen mit nasschemischen Reinigungsverfahren erfüllen. Die Wirkung des Verfahrens und damit die Qualität, Wirtschaftlichkeit und Stabilität des Reinigungsprozesses hängen entscheidend vom Lösevermögen des eingesetzten Reinigungsmediums ab. Üblich sind wässrige Reiniger und Lösemittel. Letztere werden in chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), nicht halogenierte Kohlenwasserstoffe (KW) und polare Lösemittel (P) unterteilt.

Bei der Auswahl des richtigen Reinigungsmediums gilt der Grundsatz: Gleiches löst Gleiches. Dies bedeutet: Bei einer mineralölbasierten (unpolaren) Verschmutzung, beispielsweise Bearbeitungsölen, Fetten und Wachsen, ist meist ein Lösemittel die richtige Wahl. Späne und Partikel verlieren durch die Entfernung des Öls die Haftung zur Oberfläche und werden mit mechanischen Verfahren wie Ultraschall und Injektionsflutwaschen abgereinigt.

Für jede Verschmutzungsart gibt es das richtige Reinigungsmittel

Für wasserbasierte (polare) Verunreinigungen wie Kühl- und Schmieremulsionen, Polierpasten, Additive, Salze, Abrieb und andere Feststoffe kommen üblicherweise wässrige Reiniger zum Einsatz. Sie stehen als pH-neutrale, alkalische und saure Medien zur Verfügung. Es empfiehlt sich, die Materialverträglichkeit und das erzielbare Ergebnis durch Reinigungsversuche abzuklären. Um bei wässrigen Prozessen eine gleichbleibende Reinigungsqualität zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Prozessüberwachung mit Kontrolle wichtiger Verfahrensparameter wie Reinigerkonzentration, Temperatur, Spülwasserqualität und Filterzustand erforderlich. Polare Lösemittel und modifizierte Alkohole verbinden durch ausgewogene fett- und wasserlösliche Eigenschaften die Vorteile der wässrigen und der Lösemittelreinigung.

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