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Teilereinigung

Richtig angepasster Reinigungsprozess erhöht Qualität und Wirtschaftlichkeit

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Teilereinigung mit mehreren Bädern für besonders hohe Anforderungen

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Fein- und Feinstreinigung bei sehr hohen Sauberkeitsanforderungen, beispielsweise bei Hydraulikteilen oder vor der PVD- und CVD-Beschichtung von Maschinenwerkzeugen und Wendeschneidplatten. Für diese Anwendungen bietet die zur Dürr-Ecoclean-Gruppe gehörende UCM AG Reihentauchanlagen mit mehreren Bädern. Das erzielbare Ergebnis hängt bei diesen Anlagen einerseits von der Anzahl der Reinigungs- und Spülbäder ab. Je mehr es sind, desto höher ist der Verdünnungseffekt. Andererseits lässt sich die Reinigungswirkung durch mechanische Prozesse wie Ultraschall und Injektionsflutwaschen erhöhen.

Bauteile legen heute nicht selten Tausende von Kilometern zurück, bevor sie am Ort ihres Einsatzes sind. Dies erfordert einen effektiven Korrosionsschutz. Lösemittelsysteme haben sich dafür als zuverlässige und kostengünstige Alternative etabliert. Das Lösemittel wird mit einem handelsüblichen, lösemittelfreien Konservierungskonzentrat gemischt und nach der Reinigung aufgebracht. Das zur Applikation verwendete Lösemittel wird anschließend wieder dem Prozess zugeführt. Dies kann als in das Reinigungssystem integrierter Prozess oder in einer separaten Anlage erfolgen.

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Unter Umweltschutzaspekten genießen Lösemittel in der industriellen Teilereinigung nicht den besten Ruf, was bei den früher verwendeten, offenen Reinigungsanlagen sicher auch berechtigt war. Dies führte dazu, dass bei Reinigungsaufgaben mit Öleintrag auf wasserbasierte Reinigungssysteme umgestellt wurde und auch heute noch in einigen Branchen entsprechende Vorgaben bestehen. Und das unabhängig davon, ob der Einsatz eines Lösemittelsystems technische, ökologische und wirtschaftliche Vorteile bringen würde.

Geschlossene Kreisläufe halten Lösemittel in der Reinigungsanlage

Lösemittel werden heute im geschlossenen Kreislauf eingesetzt, was deren umweltgerechte und nachhaltige Handhabung gewährleistet. Dazu zählen vollständig geschlossene Reinigungssysteme, die unter Vollvakuum arbeiten und die Anforderungen der VOC-Richtlinie (Volatile Organic Compounds = flüchtige organische Verbindungen) erfüllen. Bei der Trocknung wird das gesamte Lösemittel wieder von den Teilen abgeschieden und in den Prozess zurückgeführt. Die Tür der Arbeitskammer öffnet erst, wenn die Teile vollständig trocken sind und gewährleistet ist, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Werte eingehalten werden. Dafür sind die Anlagen mit entsprechenden, redundant ausführten Überwachungssystemen ausgestattet.

Die integrierte Destillationseinrichtung ermöglicht eine kontinuierliche Aufbereitung des Lösemittels und damit eine lange Standzeit und einen geringen Verbrauch. Die Standzeit der Lösemittel ist zwar abhängig vom Schmutz- und Öleintrag, eine optimal darauf abgestimmte Destillation und Filtration ermöglicht aber, dass die eingetragenen Kontaminationen wieder aus dem Lösemittel entfernt werden. Ein Verbrauch des Lösemittels ergibt sich eigentlich nur durch den Verlust, bei der Abluftreinigung durch den geringen Anteil Lösemittel, der in den Aktivkohleeinheiten der Anlage zurückbleibt. Durchschnittlich sind bei einem dreischichtigen Betrieb der Anlage zwischen 200 und 800 l Lösemittel zu ersetzen.

Die Anlagen von Dürr Ecoclean verfügen außerdem über Einrichtungen zur Rückgewinnung der bei der Destillation entstehenden Wärme. Dies ermöglicht einen im Vergleich zu konventionellen Systemen um 50 % geringeren Energieverbrauch. Werden auch der Wasserverbrauch, die Entsorgung der kontaminierten Abwässer und die häufig schlechtere Reinigungsqualität mit einbezogen, ist die Lösemittelreinigung in vielen Fällen nicht nur die kostengünstigere, sondern auch die „grünere“ Alternative zu wasserbasierten Reinigungssystemen.

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