Fanuc auf der Fakuma 2018

Roboshot-Auftritt mit Europapremieren in Sachen Spritzgießmaschinen

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Erweiterte Bearbeitungsmöglichkeiten für den hochpräzisen Werkzeugbau

Nicht zuletzt schlage die auch auf der Fakuma vertretene Robonano-Maschine eine Brücke zwischen Spritzgießtechnik und Werkzeugbau. „Zugegeben, Spritzgießexperten kommen auf den Fanuc-Stand, um die neue 450-t-SGM zu sehen“, räumt Gianluca Tristo ein, Fanuc's Robonano-Experte, „aber sie werden sich beim Anblick der neuen Robonano-α-NMiA nicht entgehen lasssen.“ Diese neue ultrapräzise Werkzeugmaschine wurde, wie es weiter heißt, speziell für die 5-Achsen-Diamantbearbeitung von Freiformoberflächen entwickelt. Das passe sehr gut zur Spritzgießindustrie, weil Fanuc nun eine deutlich erweiterte Produktpalette anbieten kann, die insbesondere die Polymer verarbeitende Prozesskette abdecke. Tatsächlich verfügen die Fanuc-Roboshot-Anwender jetzt über die passenden Arbeitsmittel, mit denen hochwertige Formeinsätze – von Robodrill vorbearbeitet und mit Robonano-Ultrafinish versehen – zu Präzisionsbauteilen montiert werden, die mit Robocut drahterodierbar sind. Dieser Industrie bietet Robonano mit ihrer 0,1 nm messenden Sollwertauflösung eine starke Alternative zum manuellen Polieren von Formeinsätzen, wie Fanuc betont. Selbstverständlich dienten Fanuc-Roboter auch dazu, die Prozessautomatisierung weiter zu treiben. Während der Messe zeigt eine Robonano-α-NMiA die Echtzeitbearbeitung eines komplex geformten Werkzeugeinsatzes für die Automobilindustrie. Ferner würden verschiedene Anwendungen gezeigt, wie zum Beispiel eine Oberflächenstrukturierungen mit holografischen Effekten, die Veredelung von hochpräzisen Oberflächen in optischer Qualität und die Bearbeitung verschiedener Materialien einschließlich Werkzeugstahl.

Kompakte Fertigungszelle mit Roboterhandling

Am Beispiel einer kompakten Fertigungszelle demonstriere der Aussteller auch ein Hightech- und Großserienfertigungskonzept, das saubere Maschinen für Reinraumanwendungen durch robotisierte Aktionen bedient. Ein Trend, der heute zum Beispiel seitens Medical-Device- und anderen technischen Branchen vorangetrieben werde. Robotec-Plasticmate und eine Fanuc-Roboshot-α-S100iA wirken dabei in einer kompakten und flexiblen Fertigungszelle zusammen, inklusive Variotherm-Funktion: Veränderungen der Formtemperatur im Verlauf eines Zyklus verbessern dabei die mechanischen Eigenschaften des Formteils. Die variierend geregelte Temperatur der Kavitätenoberfläche erhält laut Fanuc nicht nur eine niedrige Viskosität der Kunststoffschmelze bis zur vollständigen Formfüllung aufrecht, sie ermöglicht auch spezielle Oberflächeneffekte. Ein sechsachsiger Fanuc-LR-Mate-Roboter, kombiniert mit einer Linearachse, entnimmt danach die Teile, heißt es. Die so produzierten Deckel und passenden Unterschalen werden anschließend in einem Trace-Puffer definiert abgelegt und später montiert. Die Zusammenarbeit zwischen dem LR-Mate-Roboter und einem arbeitsteilenden CR-7iA-Roboter endet an der Ausgabestation, wo die Besucher die fertigen Teile in Empfang nehmen können, wie Fanuc erläutert.

Nichts geht mehr ohne smarte Technik...

...Und deshalb, heißt es, gibt es in einem Bereich auf dem Stand die sogenannte „IOT Corner“, auf der der Besucher verfolgen kann, wie Fanuc das neue Euromap-77-OPC-UA-Interface in Kooperation mit dem TIG-“Authentig”-MES-System beherrscht. Der Betrachter siehe in Echtzeitqualität die Maschinen- und Auftragsstatusüberwachung aller Maschinen und der Roboterzelle – in Übereinstimmung mit Industrie-4.0-Vorgaben sowie -Anforderungen. Das System Roboshot-Linki werde den Besuchern dabei live demonstriert.

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