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Automatica 2010

Roboter erobern die Medizintechnik

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Interessant verspricht auch der Besuch bei den Roboterherstellern zu werden. Auf der Automatica 2010 sind alle renommierten Anbieter vertreten, der Fachbesucher kann sich also einen ganzheitlichen Überblick verschaffen und direkt vergleichen.

Voll gekapselte Roboter für den Einsatz im Reinraum

Anspruchsvolle Applikationen in der Medizin- und Pharmaindustrie sind mit Standardrobotern von der Stange kaum zu realisieren. Vielmehr zählen bei diesen Einsätzen Faktoren wie Reinraumtauglichkeit, leicht zu reinigende Spezialoberflächen und höchste Präzision. Wer die Robotermodelle der Anbieter auf der Automatica unter die Lupe nimmt, wird eines schnell feststellen: Die Reinraumtauglichkeit von Robotern unterschiedlicher Hersteller variiert deutlich. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Bauform der Roboter. Maschinen mit voll gekapseltem Aufbau, innen liegender Verkabelung und integrierter Antriebstechnik emittieren weniger Partikel als offene Konstruktionen und sind deshalb für Reinraumeinsätze besonders geeignet.

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Einige Roboterhersteller und Forschungsinstitute haben sich bereits vor vielen Jahren auf Aufgabenstellungen in der Medizin- und Pharmabranche konzentriert und blicken heute auf jede Menge Erfahrung und Know-how zurück. Dies gilt gleichermaßen für den Bau von Robotern als auch für ganzheitliche Automatisierungslösungen.

Wegweisende Applikationen in der Medizintechnik

An zwei Robotern, die in der Medizin- und Pharmaindustrie häufig eingesetzt werden, zeigt Stäubli Robotics, was derzeit technologisch möglich ist. Die Sechsachser TX 60 und TX 90 erfüllen in Super-Cleanroom-Ausführung die extrem hohen Anforderungen der Reinraumklasse ISO 2. Darüber hinaus sind beide Maschinen in sogenannter Stericlean-Ausführung verfügbar, was ihren Einsatz unter extremen Laborbedingungen ermöglicht.

„Wir dringen mit den Stericlean-Versionen in Bereiche vor, in denen der Einsatz von Robotern bis dato als unmöglich galt. Erstmals werden damit Sterilisations- und Dekontaminations-Prozesse automatisierbar, bei denen die Roboter dauerhaft einer dampfförmigen Wasserstoffperoxid-Umgebung ausgesetzt sind. Damit gelingt der entscheidende Durchbruch bei den Bemühungen zur Automatisierung solcher Prozesse“, verrät Dipl.-Ing. Manfred Hübschmann, Geschäftsführer Stäubli Robotics.

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