Montage Roboter lernen via KI Montieren

Autor / Redakteur: Ronnie Vuine / Mag. Victoria Sonnenberg

Montageanwendungen mit Robotern zu automatisieren ist oft immer noch zu teuer für KMU. Wer automatisiert, wird unflexibel und muss seine ganze Produktion auf die Roboter ausrichten. Neue Steuerungsstrategien versprechen die Flexibilität mit KI zurückzubringen.

Bei einer KI-getriebenen Echtzeitsteuerung sucht sich ein neuronales Netz die für die richtige Bewegung relevanten Merkmale und steuert den Roboter anhand dessen kontinuierlich durch seine Bahn.
Bei einer KI-getriebenen Echtzeitsteuerung sucht sich ein neuronales Netz die für die richtige Bewegung relevanten Merkmale und steuert den Roboter anhand dessen kontinuierlich durch seine Bahn.
(Bild: Micropsi Industries)

Eine Standardsituation, in der ein großes Unternehmen automatisieren würde: Ein Produkt, das vor Jahren ins Portfolio aufgenommen wurde und zunächst in kleinen Stückzahlen montiert wurde, hat sich zu einem zuverlässigen Umsatzbringer entwickelt und die bestellten Stückzahlen steigen – vielleicht langsam, aber jedenfalls planbar und stetig. Kleinere Betriebe hingegen haben vor allem diese Planbarkeit oft nicht: Sie hängen in ihrer Marktperspektive von den OEMs ab, denen sie zuliefern, und können kaum über 12 Monate hinaus vorhersagen, ob sich eine Investition in Automatisierung lohnt.

Dabei wäre das durchaus verlockend: Konsistente Qualität und Unabhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern stünden auf der Habenseite. Vielleicht bekäme man sogar einen wertvollen Kollegen frei, der an einer anderen heiklen Stelle nützlich wäre. Auf der Sollseite muss aber nicht nur ein Roboter beschafft, er will auch programmiert und in Betrieb genommen werden, Zudem muss das Wissen über die Anwendung hinterher im Betrieb bleiben und sollte nach Möglichkeit keinen Ingenieur in Bereitschaft erfordern, der dann Däumchen dreht, wenn alles gut ist.