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Robotik Robotergehilfe für Paket- und Briefzustellung

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Die Deutsche Post testet ab sofort einen elektrisch fahrenden Roboter, der Zusteller bei ihrer Arbeit unterstützen soll. In Bad Hersfeld soll der „PostBOT“ zeigen, was in ihm steckt.

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Der „PostBOT“ folgt Zustellerinnen und Zustellern auf Schritt und Tritt und erleichtert ihnen so die Arbeit.
Der „PostBOT“ folgt Zustellerinnen und Zustellern auf Schritt und Tritt und erleichtert ihnen so die Arbeit.
(Bild: Deutsche Post DHL )

Erstmals testet DHL im hessischen Bad Hersfeld einen Roboter, der Postboten auf ihrer Tour begleiten und ihnen die Arbeit erleichtern soll. In zwei Zustellbezirken wird ihnen der „PostBOT“ folgen und dabei sechs Behälter mit Briefsendungen transportieren. Das soll die körperliche Belastung der Zusteller verringern und freie Hände zum Verteilen von Briefen und Päckchen garantieren.

Ergonomische Erleichterung

„Unsere Zustellerinnen und Zusteller erbringen jeden Tag Höchstleistungen“, erklärt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post E-Commerce Parcel, „Deshalb arbeiten wir permanent an Lösungen, die unsere Mitarbeiter auch bis ins hohe Alter bei der körperlich schweren Arbeit entlasten können.“ Neben Fahrzeugen wie E-Bikes und E-Trikes gehöre dazu auch innovative Robotik. „Vom aktuellen Test des „PostBOT“ versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse, wie die Zustellung im Interesse der Beschäftigten weiterentwickelt werden kann.“

Der Roboter kann Lasten von bis zu 150 kg befördern und wurde auf Basis eines Roboters der französischen Firma Effidence S.A.S speziell zum Transport von Briefen und Päckchen entwickelt. Mithilfe verschiedener Sensoren erkennt er die Beine des Zustellers oder der Zustellerin und folgt auf Schritt und Tritt. Sobald er ein Hindernis entdeckt, weicht er aus oder bleibt stehen. Laut Hersteller ist der „PostBOT“ besonders witterungsbeständig und kann durch ergonomisch platzierte Elemente rückenschonend bedient werden.

Smart City idealer Teststandort

Den Ausschlag für Bad Hersfeld als Teststandort hätten die überschaubaren räumlichen Dimensionen und eine engagierte Stadtverwaltung mit kurzen Planungs- und Genehmigungswegen gemacht, sagt Thomas Fehling, Bürgermeister. „Der Test reiht sich optimal in unsere Smart-City-Aktivitäten ein. Wir erhoffen uns, dass so die Postverteilung zwischen unseren Verwaltungsstandorten deutlich einfach wird.“

Weitere Informationen:https://www.dhl.de/de/privatkunden.html

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