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Roboter-Weltstatistik 2015

Roboterindustrie hat Spaß und gibt weiter Gas

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das macht Spaß! Ich geb' Gas! Das trällerte in den 1970ern NDW-Sänger Markus. Und genau das tut auch die Roboterindustrie. Bis 2018 wird der Absatz von Industrie-Robotern weltweit jedes Jahr durchschnittlich um 15 % wachsen. Die verkauften Einheiten verdoppeln sich fast auf rund 400.000 Stück. Dabei entfallen 70 % des Absatzvolumens auf China, Japan, USA, Südkorea und Deutschland.

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(Bild: Messe München)

„Wichtigster Treiber der Entwicklung ist der weltweite Wettbewerb der industriellen Produktion. Die Automatisierung des Automobilsektors und der Elektro- und Elektronikindustrie stehen dabei mit einem Marktanteil von zusammen 64 % an der Spitze“, sagt Arturo Baroncelli, Präsident der International Federation of Robotics (IFR) bei der Vorlage der Roboter-Weltstatistik 2015.

Chinas Konjunkturschwäche lässt die Roboterbranche kalt

Vor diesem Hintergrund markiert die sprunghafte Automatisierung in China eine einzigartige Entwicklung in der Robotergeschichte. Um 56 % stieg die Zahl der verkauften Industrie-Roboter allein im letzten Jahr gegenüber 2013. Das Reich der Mitte ist der größte und am schnellsten wachsende Robotermarkt weltweit. Das Potenzial bleibt trotz der jüngsten Konjunkturschwäche enorm. Denn die chinesische Wirtschaft verzeichnet in der produzierenden Industrie erst eine Roboterdichte von 36 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmer.

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Zum Vergleich: Der Spitzenreiter Südkorea kommt auf 478 Industrie-Roboter je 10.000 Arbeitnehmer gefolgt von Japan (315 Industrie-Roboter) und Deutschland (292 Industrieroboter). Prognosen gehen davon aus, dass 2018 mehr als jeder dritte Industrie-Roboter des weltweiten Angebots in China installiert werden wird.

Die Statistik zur Roboter-Dichte zeigt gleichzeitig enorme Wachstumsmöglichkeiten in den USA. Dort kommen in der produzierenden Industrie aktuell erst 164 Industrie-Roboter auf 10.000 Arbeitnehmer. Die USA automatisieren ihre Wirtschaft derzeit mit rasantem Tempo. Ziel ist, den heimischen Industriestandort zu stärken und ausgelagerte Produktionen zurückzuholen. Die Zahl installierter Roboter stieg 2014 um 11 % auf rund 26.000 Einheiten (Rang drei weltweit).

Deutschland ist Roboter-Europameister

In Europa hat Deutschland mit großem Abstand die Nase vorn. Innerhalb eines Jahres (2014) stiegen die Verkaufszahlen um 10 % auf rund 20.100 Einheiten. Das ist der größte bisher registrierte Absatz innerhalb von zwölf Monaten. Trotz der bereits sehr großen Roboterdichte ist der weltweit fünftgrößte Robotermarkt weiterhin auf Expansionskurs und wird in erster Linie von der Automobilindustrie angetrieben.

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