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Sensorik Robuste Helfer für die Automatisierung

| Autor/ Redakteur: Udo Schnell / Udo Schnell

Von Industrie-4.0-Tauglichkeit bis hin zu Schnelligkeit und Robust­heit: an Sensoren und Messsysteme für die Montage und Hand­habungstechnik werden hohe Anforderungen gestellt. Auf der Motek zeigen die Anbieter, wie sie diesen Ansprüchen gerecht werden.

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Die tiefkühltauglichen Lichtvorhänge von Leuze mit Zykluszeiten von 30 µs pro Strahl können auch sehr schnelle Vorgänge detektieren.
Die tiefkühltauglichen Lichtvorhänge von Leuze mit Zykluszeiten von 30 µs pro Strahl können auch sehr schnelle Vorgänge detektieren.
(Bild: Leuze)

Unter Industrie 4.0 versteht man die intelligente Vernetzung in Fertigung und Logistik. Ein wichtiger Baustein dafür ist die durchgängige Kommunikation, vom Sensor bis ins Internet. Für diese Kommunikation braucht man Kommunikationsstandards, wie den IO-Link. Wer sich für den Kommunikationsstandard IO-Link interessiert, ist bei Balluff an der richtigen Adresse. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über das derzeit wohl größte IO-Link-Portfolio. Gezeigt werde auf der Messe beispielsweise, wie der Einsatz von IO-Link die Installation einer Anlage vereinfache, Kosten spare und intelligente Diagnose- und Parametrierungskonzepte schnell und kostengünstig Realität werden könnten. IO-Link gelte als Enabling-Technik für Industrie 4.0, so Balluff weiter.

Die im Materialfluss oder Handling eingesetzten Sensoren müssen aber nicht nur kommunizieren können, sie müssen auch mit den jeweiligen Umgebungsbedingungen problemlos zurechtkommen. Leuze Electronic zeigt in diesem Jahr auf der Messe tiefkühltaugliche Lichtvorhänge, deren Zykluszeiten von 30 µs pro Strahl auch sehr schnelle Vorgänge zuverlässig detektieren können.

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Lichtgitter mit wählbarer Auflösung

Das CSL 710 ist ein schaltendes Lichtgitter mit einer Reichweite von 8 m, wählbaren Auflösungen und vier konfigurierbaren Ein- und Ausgängen. Über das integrierte Display kann dieser Sensor, wie Leuze angibt, einfach ausgerichtet und auf verschiedenste Objekthöhen bis knapp 3 m eingelernt werden. Aufgrund der M12-Rundsteckerverbindung gehe die elektrische Installation sehr schnell. Diverse Geräte- und Montagevariationen ermöglichten die optimale Anpassung an die Einbaugegebenheiten, heißt es weiter.

In vielen Produktionsbereichen ist eine regelmäßige intensive Reinigung und Desinfektion aus hygienischen Gründen absolut notwendig. LED-Beleuchtungen und Steckkontakte von Vision-Systemen müssen an diesen Stellen über lange Zeiträume regelmäßig dem heißen Hochdruck-Wasserstrahl wie auch aggressiven Medien garantiert standhalten.

Die Di-Soric GmbH hat ihr anwendungsspezifisch abgestuftes Angebot von LED-Flächen-, Auflicht- und Punktbeleuchtungen auf diese Anforderungen abgestimmt. Die Beleuchtungen im Edelstahlgehäuse verfügen über die Schutzklasse IP69K. Dieser Norm entsprechend wird gewährleistet, dass sie einem Heißwasserstrahl von 80 °C bei einem Düsendruck von 100 bar aus einer Entfernung von 10 cm und aus allen Richtungen widerstehen. Das gilt natürlich auch für die dabei verwendeten elektrischen M12-Steckkontakte.

LED mit konstanter Lichtmenge

Aufgrund ihrer sehr robusten und kompakten Bauweise sind diese LED-Beleuchtungssysteme laut Di-Soric qualifiziert für den Einsatz mit der industriellen Bildverarbeitung in anspruchsvollen Umgebungen, beispielsweise der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Weil die integrierte Elektronik über den Spannungsbereich von 10 bis 30 VDC immer die gleiche Lichtmenge garantiere, seien die Anwendungen robust und die Bildverarbeitung erfolge dauerhaft stabil, unabhängig von eventuellen Spannungsschwankungen.

Eine Innovation, die nicht auf die zum Teil rauen Umgebungsbedingungen in der Produktion abzielt, sondern auf die dort geforderten kurzen Taktzeiten, zeigt die Ceta Testsysteme GmH. Eine Bypass- Füllfunktion erweitert den Einsatzbereich des Dichtheitsprüfgerätes Cetatest XS. Das Prüfteil lässt sich jetzt schneller befüllen und entlüften. Wie Ceta mitteilt, wird der Einsatzbereich des Prüfgerätes damit wesentlich erweitert. Damit kann das Cetatest XS auch in automatischen Produktionslinien mit kurzer Taktzeit eingesetzt werden. Je nach Anwendungsfall werde dabei ein externer elektronischer oder mechanischer Druckregler verwendet. Sehr erfolgreich sei dies beispielsweise bei der Dichtheitsprüfung von Gasrohren demonstriert worden. Als Prüfmedium wird in dem Testgerät Druckluft eingesetzt. MM

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