Materialmisere Rohstoffkrise wird zur Gefahr für den Aufschwung

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Die Belieferung mit Rohstoffen ist in weiten Teilen der Industrie alles andere als ideal, so das Ifo-Institut. Das wird Folgen haben.

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Dpa meldet, dass laut Aussage des Ifo-Instituts mit deutlichen Anstiegen bei den Rohstoffpreisen zu rechnen ist. Denn die Beschaffungskrise mit Blick auf Metalle, Elektronik und Holz habe sich jetzt weiter verschärft.
Dpa meldet, dass laut Aussage des Ifo-Instituts mit deutlichen Anstiegen bei den Rohstoffpreisen zu rechnen ist. Denn die Beschaffungskrise mit Blick auf Metalle, Elektronik und Holz habe sich jetzt weiter verschärft.
(Bild: R. Evenge)

Der Materialmangel, an dem die deutsche Industrie derzeit leidet, hat sich nach Aussager von Experten des Ifo-Instituts weiter verschärft. Eine negative Folge davon sei, dass immer mehr Unternehmen ihre gestiegenen Einkaufspreise an ihre Abnehmer weitergeben würden. „Die Beschaffungskrise stellt eine reale Gefahr für den Aufschwung dar“, mahnt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, gestern im Gespräch mit dpa.

Die Ifo-Preiserwartungen seien bereits auf einem Rekordlevel angelangt. Vor allem die Metall- und Elektroindustrie plane Preiserhöhungen, aber auch die chemische Industrie und der Maschinenbau werden damit reagieren. Vergleichsweise wenig Spielraum sehe hingegen die Autobranche mit Blick auf die generell relativ dünne Gewinnspanne ihrer Zulieferer.

Engpass-Höchststand vom Juli deutlich überschritten

Denn im Rahmen der allmonatlichen Konjunkturumfrage des Instituts klagten im August 69 Prozent der Industrieunternehmen über Engpässe und Probleme bei Vorprodukten und Rohstoffen. Und das nach den 64 Prozent im Juli, die bereits einen Höchststand markierten. Halbleiter und Mikrochips fehlen demnach bei 91,5 Prozent der Autohersteller und -zulieferer und bei 84 Prozent der Hersteller von elektrischer Ausrüstungen. Über die schlechte Marktlage bei Holz klagten 86 Prozent der Möbelhersteller.