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Rohstoffpreise Januar 2017

Rohstoffpreise ziehen zum Jahresbeginn kräftig an

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise legen einen starken Jahresendspurt hin und auch im neuen Jahr, ist erst einmal nicht mit starken Preisstürzen zu rechnen.
Die Weltrohstoffpreise legen einen starken Jahresendspurt hin und auch im neuen Jahr, ist erst einmal nicht mit starken Preisstürzen zu rechnen. (Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Die Weltrohstoffpreise stiegen auf Dollarbasis gerechnet im Dezember 2016 um 9,5 % an. Aufgrund der weiteren Abwertung des Euro zum Dollar betrug der Preisanstieg in Inlandswährung gerechnet sogar 11,4 %. Die Experten der Industriebank IKB analysieren die einzelnen Rohstoffpreise in der Bildergalerie des Artikels im Detail.

Düsseldorf – Der Preisanstieg erfolgte quer über alle wichtigen Rohstoffe. Eine kräftige Korrektur nach unten gab es lediglich bei Kokskohle. Hier sind eine Reihe von Produktionskürzungen mittlerweile wieder zurückgenommen worden.

Die weitere Entwicklung der Weltrohstoffpreise wird auch mit davon abhängen, inwieweit die Produktionskürzung in der Rohölerzeugung auf das Preisniveau durchschlägt. Die Weltrohölnachfrage hat 2016 um 1,24 mbd (Million Barrel per Day) zugenommen und für 2017 wird ein weiterer Anstieg von 1,15 mbd erwartet. Außerhalb der Opec ist im vergangenen Jahr die Produktion um rund 0,7 mbd gefallen, für das laufende Jahr wird ein Anstieg von 0,3 mbd gesehen. Bei einem zu erwartenden Produktionsvolumen von rund 95,6 mbd weltweit ist daher der Markt im laufenden Jahr balanciert.

Sollten die von der Opec vereinbarten Quoten gehalten werden, hat der Ölpreis Potenzial nach oben, dürfte aber auch wieder vermehrt Investitionen in Fracking in den USA induzieren. Vor diesem Hintergrund sehen die Experten der Industriebank IKB den Rohölpreis bis Ende des ersten Quartals 2017 in einer Bewegung um die Marke von 55 Dollar je Barrel Brent mit einem Band von fünf Dollar. Sollte die Konjunktur in den USA stärker anziehen und dort auch der Trend zu Pkw mit höherem Benzinverbrauch weiter anhalten, kann im zweiten Quartal die Marke von 60 Dollar je Barrel Brent überschritten werden. Versorgungsengpässe sieht die IKB vorerst nicht. Gleiches gilt für den Welterdgasmarkt. Auch die russischen Gaslieferungen nach Europa sehen die Experten weiter als sicher an.

In Bezug auf den Wechselkurs des Dollar zum Euro sieht die IKB bis zur Jahresmitte 2017 weiter eine Bewegung um 1,05 Dollar je Euro, gegen Jahresende 2017 dann leichte Erholungstendenzen des Euro.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie unserer Kollegen der Process Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf der Rohstoff-Spezialseite unseres Schwesterportals Process: Weltrohstoffpreise im Wandel

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