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Innovationswettbewerb Top 100

Rose+Krieger erhält Innovationssiegel

| Redakteur: Florian Stocker

Die Rose+Krieger GmbH wurde auf dem Deutschen Mittelstands-Summit in Essen als eines der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand ausgezeichnet. „Top 100“- Mentor Ranga Yogeshwar überreichte dem Mindener Unternehmen das seit über 20 Jahren verliehene Siegel. Zuvor hatte Rose+Krieger ein zweistufiges wissenschaftlichen Analyseverfahren durchlaufen. Das Unternehmen erhält das Siegel zum vierten Mal in Folge.

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Ranga Yogeshwar überreichte Geschäftsführer Hartmut Hoffmann die TOP-100-Auszeichnung
Ranga Yogeshwar überreichte Geschäftsführer Hartmut Hoffmann die TOP-100-Auszeichnung
(Bild: Rose+Krieger)

Bestwerte erhielt das Unternehmen vor allem in der Kategorie „Innovationsmarketing/Außenorientierung“: 75 Prozent aller Anregungen für Produktinnovationen stammten von externen Quellen. Als Ideenpool dienen dem Komplettanbieter von Linear-, Profilmontage,- Verbindungs- und Modultechnik vor allem Messen und Marktanalysen.

Eine Besonderheit beim 1972 gegründeten Unternehmen ist die Organisation der Innovationsprozesse. Das Management setzt auf die japanische Methode Kaizen. Kern dieses Konzepts sind regelmäßige Qualitätszirkel, in denen die Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einbringen, abteilungsübergreifend an Projekten arbeiten und so gemeinsam Abläufe und Prozesse diskutieren und optimieren.

Das Mindener Unternehmen, das 220 Mitarbeiter beschäftigt, hält sechs nationale und internationale Patente. Einen hohen Stellenwert nimmt laut Unternehmen der Faktor Transparenz ein. Man pflege eine offene Kommunikation mit der Belegschaft in Bezug auf Kennzahlen wie Auftragseingänge und Umsatzzahlen.

„Unsere Ideen und ihre schnelle Umsetzung sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für uns“, betont Geschäftsführer Hartmut Hoffmann. „Wir investieren viel Zeit und Aufwand in unser Innovationsmanagement und setzen dabei auf den Ideenreichtum aller Mitarbeiter.“

Wissenschaftliche Analyse als Grundlage

Grundlage der Auszeichnung mit dem „Top 100“-Siegel ist eine zweistufige Analyse, die Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelt haben. Die Wissenschaftler untersuchen das Innovationsmanagement und den Innovationserfolg der mittelständischen Unternehmen anhand von über 100 Parametern in fünf Kategorien. Wer letztlich mit dem „Top 100“-Siegel ausgezeichnet wird, entscheidet allein die wissenschaftliche Auswertung.

In diesem Jahr haben Franke und sein Team so viele Anmeldungen wie noch nie geprüft: Von 302 Qualifikanten schafften es 234 Unternehmen ins Finale. 178 von ihnen erhalten in drei Größenklassen (maximal 100 Unternehmen pro Größenklasse) die Auszeichnung. Den Rahmen für die Preisverleihung bildet der Deutsche Mittelstands-Summit in Essen.

Die „Top 100“ sind in jeder Hinsicht ausgezeichnet: 71 nationale Marktführer und 31 Weltmarktführer sind dabei. Zusammen meldeten die Top-Innovatoren in den vergangenen drei Jahren 3.405 nationale und internationale Patente an. Knapp 41 Prozent ihres Umsatzes erzielten sie zuletzt mit Marktneuheiten und Verbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten (Durchschnitt aller KMU in Deutschland: 6,6 Prozent). Die Top-Innovatoren investieren im Schnitt 10,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung und liegen damit deutlich über dem Durchschnitt aller KMU in Deutschland (1,5 Prozent). Zwei Drittel der „Top 100“ sind Familienunternehmen.

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