E-Motormontage Rotor- und Statormontage neu gedacht

Autor / Redakteur: Ermanno Faccin / Mag. Victoria Sonnenberg

Comau hat ein Konzept für die Rotor- und Statormontage entwickelt, das Taktzeiten optimiert, Harzkompatibilitätsprobleme beseitigt und sich leicht in vorhandene Fertigungslinien einbeziehen lässt.

Das innovative Fertigungskonzept von Comau senkt die Kosten und optimiert die Markteinführungszeit.
Das innovative Fertigungskonzept von Comau senkt die Kosten und optimiert die Markteinführungszeit.
(Bild: Comau)

Das Verfahren beginnt mit einer vollständig integrierten Designphase. Dabei betrachtet das Team – oft in einem Simultaneous Engineering-Prozess mit dem Kunden – Leistungs- und Produktaspekte, bevor die optimale Kombination aus Prozessen und Technologien für die jeweilige Art des Projektes ermittelt werden. Was die Evolution der Elektromotorarchitektur betrifft, haben viele Autohersteller in den vergangenen Jahren in Permanentmagnet-Rotoren und Hairpin-Statoren investiert. Gleichzeitig haben Schleifringläufer einen bedeutenden Marktanteil, einerseits wegen ihrer Leistungsfähigkeit, anderseits wegen der Umrüstungskosten für vorhandene Fertigungslinien, die oft erheblich geringer als die Investition in eine neue Linie sind. Ein weiterer Vorteil des Schleifringläufers ist seine Effizienz. Schleifringläufer ermöglichen ein besseres Energiemanagement, weil das Magnetfeld elektronisch modulierbar ist, während der Permanentmagnet-Rotor (PM/IPM) ein konstantes Magnetfeld hat.

Wichtige Entscheidungspunkte bei Prozessbetrachtung

Beim Bau eines Schleifringläufers gibt es verschiedene Prozessbetrachtungen, die auf der Grundlage von Faktoren wie Motorkonstruktion und geplante Produktionsmengen sorgfältig zu bewerten sind. Wichtige Entscheidungspunkte sind unter anderem die elektrische Wicklung und die Imprägnierungsphasen, die unmittelbaren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des montierten E-Motors haben. Hier hängt die Wahl von Spindel-, Nadel- oder Flyer-Wicklung weitgehend davon ab, Drahtmanagementprozess, Wicklungsqualität sowie Höhe und Breite der Rotorzähne einem Vergleich zu unterziehen.