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Stahl

Salzgitter rutscht in die roten Zahlen

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der schwache Stahlmarkt hat Salzgitter Verluste beschert.
Der schwache Stahlmarkt hat Salzgitter Verluste beschert. (Bild: Stahl-Online)

Für die Salzgitter AG macht sich das schwierigere konjunkturelle Umfeld bemerkbar. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 erwirtschaftete der Stahlhersteller einen Verlust von 48,2 Mio. Euro nach Steuern, trotz steigendem Außenumsatz, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Neben dem in einigen Regionen ohnehin schwachen europäischen Stahlmarkt hätten zuletzt auch die Geschäftsaktivitäten von deutschen Stahlverarbeitern und -händlern spürbar an Dynamik verloren. Vor diesem Hintergrund verbuchte der Salzgitter Konzern nach eigenen Angaben vor allem wegen der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung des Stahlbereiches einen deutlichen Rückgang des Vorsteuerresultats gegenüber der Vorjahresperiode. Mit unverändert 43 % Eigenkapitalquote sowie 573 Mio. Euro Nettofinanzposition bleibe die finanzielle Situation des Unternehmens solide; die Salzgitter AG sieht sich für die aktuellen Herausforderungen gut gerüstet.

Stahlsparte drückt Salzgitter ins Minus

Der Außenumsatz des Konzerns erhöhte sich laut Mitteilung um 9 % auf 8,02 Mrd. Euro (neun Monate 2011: 7,33 Mrd. Euro). Den größten Anteil daran hatte das deutlich ausgeweitete Geschäftsvolumen des Unternehmensbereiches Handel, heißt es. Das Ergebnis vor Steuern habe in den ersten neun Monaten 2012 – 42,6 Mio. Euro betragen (neun Monate 2011: 169,1 Mio. Euro). Es beinhalte in Summe 44,6 Mio. Euro Nachsteuerbeitrag der at equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (neun Monate 2011: 52,9 Mio. Euro). Das Konzern-Ergebnis nach Steuern belief sich auf – 48,2 Mio. Euro (neun Monate 2011: 114,7 Mio. Euro).

Der Unternehmensbereich Stahl verzeichnete im Berichtszeitraum eine überwiegend solide Auslastung, wie es heißt. Dies sei zum einen auf den relativ hohen Stahlverbrauch der deutschen Industrie, zum anderen auf einen unterstützend wirkenden Lageraufbau des Distributionssektors während des ersten Quartals zurückzuführen. Zudem erlaube ein schwächerer Euro zeitweilig Walzstahlexporte in Länder außerhalb der EU. Der Absatz sei deshalb geringfügig gestiegen.

In Verbindung mit im Jahresverlauf abnehmenden Erlösen ergab sich laut Salzgitter ein nahezu auf Vorjahresniveau liegender Außenumsatz von 2,04 Mrd. Euro (neun Monate 2011: 2,07 Mrd. Euro). In diesem Umfeld hätten die weiterhin starke Wettbewerbsintensität im Zusammenspiel mit anhaltend hohen Rohstoff- und Energiekosten zu einem deutlich negativen Vorsteuerresultat von –149,8 Mio. Euro (neun Monate 2011: 35,9 Mio. Euro) beigetragen.

Salzgitter-Bereiche Handel und Röhren mit schwächeren Ergebnissen

Die Versandmenge des Unternehmensbereiches Handel wuchs vor allem wegen der erfreulichen Geschäftsausweitung des internationalen Tradings um mehr als ein Drittel, wie Salzgitter weiter berichtet. Hieraus resultiere auch der Anstieg des Außenumsatzes der Division auf 3,66 Mrd. Euro (neun Monate 2011: 2,81 Mrd. Euro). Die 42,0 Mio. Euro Gewinn vor Steuern enthielten anders als in der Vorjahresperiode keine „Windfall-Profits“ (neun Monate 2011: 53,3 Mio. Euro).

Im Unternehmensbereich Röhren konnte der höhere Absatz von mittleren Leitungsrohren die geringeren Großrohrmengen ausgleichen, wie es heißt. Insgesamt rangierte der Rohrversand daher auf Vorjahresniveau; der Außenumsatz sei auf 1,16 Mrd. Euro zurückgegangen (neun Monate 2011: 1,3 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern sei mit 17,2 Mio. Euro positiv ausgefallen, allerdings unter dem Resultat des Vergleichszeitraums geblieben (neun Monate 2011: 59,3 Mio. Euro).

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