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Salzgitter schließt 2009 mit Millionenverlust ab

| Redakteur: Stéphane Itasse

Salzgitter hat das Jahr 2009 als eines der schwierigsten der Unternehmensgeschichte abgehakt. Zwar sei es mit einsetzender wirtschaftlicher Erholung gelungen, im vierten Quartal wieder ein positives operatives Ergebnis zu erzielen; dennoch bleibt für das Gesamtjahr ein Millionenverlust, auch durch bilanzielle Wertanpassungs- und Vorsorgemaßnahmen vorgenommen, wie der Stahlhersteller mitteilt.

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Für den Stahlhersteller Salzgitter soll es 2010 wieder aufwärts gehen. Bild: Stahl-Online
Für den Stahlhersteller Salzgitter soll es 2010 wieder aufwärts gehen. Bild: Stahl-Online
( Archiv: Vogel Business Media )

Während der ersten Monate musste unter anderem ein dramatischer Nachfrageeinbruch bei Walzstahlprodukten verkraftet werden, heißt es weiter. Dank der soliden und breiten Aufstellung, der gesunden Finanzsituation des Unternehmens einerseits sowie der zügig eingeleiteten Sofortmaßnahmen zur Ergebnisstabilisierung andererseits seien sämtliche krisenbedingte Herausforderungen gemeistert worden.

Salzgitter-Umsatz schrumpft stark

Wegen der Wirtschaftskrise blieb der Konzern-Außenumsatz mit 7818 Mio. Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert (12 499,2 Mio. Euro) zurück, so das Unternehmen. Der Salzgitter-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2009 mit –160,3 Mio. Euro operativem Konzernergebnis ab. Es beinhaltet 60,2 Mio. Euro Ergebnisbeitrag der Aurubis-Beteiligung sowie positive bewertungstechnische Einflüsse.

Der Abschluss enthält laut Salzgitter auch bilanzielle Einmaleffekte. So erfolgten 262,7 Mio. Euro bilanzielle Wertanpassungen des Anlagevermögens (Impairments) und es wurden 73,4 Mio. Euro für strukturverbessernde Maßnahmen berücksichtigt. Diese mit einer konservativen Bilanzierungspolitik in Einklang stehenden Ergebniskomponenten sollen bereits die Resultate des laufenden Geschäftsjahres entlasten.

Insgesamt wird ein Verlust vor Steuern von 496,5 Mio. Euro ausgewiesen (2008: +1003,4 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung von 109,6 Mio. Euro Steuererträgen würden sich 386,9 Mio. Euro Konzernfehlbetrag ergeben.

Salzgitter-Unternehmensbereich Stahl verbucht hohen Verlust

Besonders hart habe es den Unternehmensbereich Stahl getroffen: Der Nachfrage- und Erlöseinbruch zu Jahresanfang 2009 fiel so heftig aus, dass die Produktions-, Absatz- und Umsatzzahlen des Vorjahres trotz im dritten Quartal einsetzender Belebungstendenzen bei Weitem unterschritten wurden. Das Segment verbuchte 1673,6 Mio. Euro Außenumsatz (2008: 3001,7 Mio. Euro) und 230,1 Mio. Euro operativen Verlust. Darüber hinaus wurden 139,0 Mio. Euro Impairment-Abschreibungen vorgenommen und 4,5 Mio. Euro Restrukturierungsaufwand einbezogen. Das Segmentergebnis vor Steuern kam in Summe bei –373,5 Mio. Euro (2008: +545,6 Mio. Euro) aus.

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