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Stahl

Salzgitter schreibt wieder schwarze Zahlen

15.11.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Nicht zuletzt dank der Messe Euroblech geht es bei Salzgitter wieder aufwärts. Bild: Salzgitter
Nicht zuletzt dank der Messe Euroblech geht es bei Salzgitter wieder aufwärts. Bild: Salzgitter

Die Salzgitter-Gruppe hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 von der allgemeinen Konjunkturerholung profitiert. Obwohl zugleich eine kräftige Verteuerung von Rohstoffen und Belastungen aus Devisenbewertungen zu verkraften waren, schloss der Salzgitter-Konzern auch das dritte Quartal mit Gewinn ab, wie das Unternehmen mitteilt.

Hierzu trugen die Unternehmensbereiche Stahl, Handel, Röhren und Dienstleistungen mit positiven Resultaten, das Technologiesegment mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis bei. Wie erwartet erzielte der Konzern damit in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 einen Vorsteuergewinn.

Salzgitter wieder mit Gewinn vor Steuern

Der konsolidierte Außenumsatz des Konzerns rangierte mit 6,19 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,96 Mrd. Euro) rund 4% über dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich um 267 Mio. Euro auf 5,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: –261,3 Mio. Euro).

Hierin seien bereits 26,3 Mio. Euro Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen, 30,0 Mio. Euro negative Effekte aus der Stichtagsbewertung des US-Dollars sowie 19,9 Mio. Euro aperiodische Erträge enthalten. Der Gewinn nach Steuern betrug 3,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: –232,1 Mio. Euro). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) belief sich annualisiert auf 0,8% (Vorjahreszeitraum: –7,3%).

Salzgitter sieht Aufwärtstrend bei Flachstahl und Grobblech

Die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereiches Stahl reflektierte insgesamt die Aufhellung der Konjunktur, wobei sich der Aufwärtstrend je nach Produktbereich unterschiedlich stark darstellte: So verzeichneten Flachstahl und Grobblech wieder eine zufriedenstellende Beschäftigungssituation und seit Jahresmitte auch eine sehr positive Erlösentwicklung, während die nur verhaltene Belebung des Bausektors den Profilstahlbereich weiterhin belastete.

Der Außenumsatz der Stahldivision legte – bei im Vorjahresvergleich immer noch niedrigeren Durchschnittserlösen – mengenbedingt um 36% auf 1,67 Mrd. Euro zu (Vorjahreszeitraum: 1,23 Mrd. Euro). Infolge der Rohstoffkostenentwicklung, einer schwachen Auslastung im Träger- und Spundwandbereich sowie wegen 17,6 Mio. Euro Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen der Peiner Träger GmbH blieb das Resultat negativ. Der Vorsteuerverlust von 67,6 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: –213,4 Mio. Euro) stelle dennoch eine spürbare Verbesserung dar.

Salzgitters Stahlhandel erreicht deutlichen Turnaround

Der Unternehmensbereich Handel profitierte von Lagerergänzungen nahezu aller Abnehmersektoren. Der rapide Absatzpreisanstieg im zweiten Quartal begünstigte vor allem den europäischen lagerhaltenden Handel. Während die Versandmenge insgesamt stabil blieb, verminderte sich der Außenumsatz wegen niedrigerer Durchschnittserlöse im internationalen Trading geringfügig auf 2,23 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,4 Mrd. Euro).

Der Handel erwirtschaftete 63,9 Mio. Euro Gewinn vor Steuern (Vorjahreszeitraum: –90,5 Mio. Euro), die vorwiegend auf den kräftigen Turnaround des Lagergeschäfts zurückzuführen sind.

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