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Stahl

Salzgitter setzt Aufwärtstrend fort

11.08.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Insbesondere der Bereich Stahl sorgt bei Salzgitter derzeit für gute Ergebnisse. Bild: Stahl-Online
Insbesondere der Bereich Stahl sorgt bei Salzgitter derzeit für gute Ergebnisse. Bild: Stahl-Online

Der Stahlkonzern Salzgitter AG hat im ersten Halbjahr 2011 eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen können. Der erzielte Konzern-Vorsteuergewinn rangierte daher deutlich über dem Vorjahresresultat, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Auch nach dem fast vollständigen Abschluss des Investitionsprogramms sei die finanzielle Basis des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 44% sowie 951 Mio. Euro Netto-Cash-Position solide.

Zum Wachstum des Konzern-Außenumsatzes um 18% auf 4,7735 Mrd. Euro (erstes Halbjahr 2010: 4,0342 Mrd. Euro) trugen sämtliche Unternehmensbereiche, insbesondere Stahl und Handel, bei, heißt es weiter. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich auf 130 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2010: -5,1 Mio. Euro). In diesem Resultat seien 46,5 Mio. Euro Ergebnisbeitrag der at-equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG enthalten (erstes Halbjahr 2010: 22 Mio. Euro). Der Nachsteuergewinn lag bei 93,7 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2010: –3,5 Mio. Euro).

Gute Stahlnachfrage aus Autoindustrie und Maschinenbau

Im Unternehmensbereich Stahl sorgte laut Salzgitter die robuste Nachfrage der Automobilindustrie sowie des Maschinenbaus für eine gute Auslastung und auskömmliche Gewinne der Flachstahl und Grobblech produzierenden Gesellschaften. Allerdings belasteten die europaweite, andauernde Schwäche des Stahlbaus sowie die zurückhaltenden Infrastrukturinvestitionen der Öffentlichen Hand den defizitären Profilstahlbereich noch immer.

Vor allem wegen der im Jahresvergleich höheren Erlöse stieg der Außenumsatz der Stahldivision bei geringfügig verbessertem Versand um 26% auf 1,367 Mrd. Euro (erstes Halbjahr 2010: 1,0816 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern kam mit 30,4 Mio. Euro mehr als 100 Mio. Euro über dem Vergleichswert aus (erstes Halbjahr 2010: –76,2 Mio. Euro).

Stahlpreise im Aufwärtstrend

Der Unternehmensbereich Handel profitierte nach Angaben von Salzgitter im ersten Halbjahr 2011 von der robusten Konjunktur und dem Stahlbedarf der meisten Abnehmerbranchen. Der Aufwärtstrend der Stahlpreise seit Beginn des Jahres führte zu einem Anstieg des Außenumsatzes um 23% auf 1,7373 Mrd. Euro (erstes Halbjahr 2010: 1,4092 Mrd. Euro). Die 38,2 Mio. Euro Gewinn vor Steuern blieben trotz der im zweiten Quartal 2010 verbuchten, außerordentlich großen Windfall-Effekte nur knapp unter dem Vorjahresniveau (erstes Halbjahr 2010: 43,4 Mio. Euro).

Der Salzgitter-Unternehmensbereich Röhren entwickelte sich wegen der anziehenden Nachfrage in spätzyklischen Marktsegmenten sowie der eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen positiv. Der Außenumsatz veränderte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode nur unwesentlich (903,2 Mio. Euro; erstes Halbjahr 2010: 892,0 Mio. Euro), während sich das Vorsteuerergebnis vor allem wegen des Turnarounds des Präzisrohr- sowie des Edelstahlrohrgeschäfts auf 46,7 Mio. Euro mehr als verdreifachte (erstes Halbjahr 2010: 13,1 Mio. Euro).

Feste Schrottpreise helfen Salzgitter-Unternehmensbereich Dienstleistungen

Der Unternehmensbereich Dienstleistungen weitete seinen Außenumsatz im ersten Halbjahr 2011 um mehr als 20% auf 238,7 Mio. Euro aus (erstes Halbjahr 2010: 195,3 Mio. Euro). Hierfür verantwortlich war in erster Linie die Rohstoffhandelsgesellschaft Deumu aufgrund festerer Schrottpreise. Der Vorsteuergewinn kam mit 8,3 Mio. Euro knapp unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (erstes Halbjahr 2010: 11,4 Mio. Euro) aus.

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