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Salzgitter sieht Talsohle durchschritten

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Grundsätzlich werde jedoch erst nach Ende der geplanten Wartungsstillstände und Werksferien vieler Abnehmer erkennbar sein, ob die positiven Entwicklungen in eine nachhaltige Stabilisierung des Marktgefüges münden. Das Ergebnis der Stahlgesellschaften dürfte laut Salzgitter trotz instandhaltungs- und investitionsbedingter Produktionsausfälle in der zweiten Jahreshälfte oberhalb des Resultates der ersten sechs Monate 2009 liegen.

Stahlhandel bleibt vorerst am Boden

Wegen der Margenschwäche rechnet der Unternehmensbereich Handel – begleitet von deutlicher Kostenreduzierung – eher mit einer allmählichen Verbesserung der Ertragslage. Dies betreffe in erster Linie den lagerhaltenden Handel; als Folge des in weiten Teilen lahmenden Welthandels und mangelnder Investitionsneigung könnten die Trading-Absatzmengen der letzten Jahre zunächst nicht wieder erreicht werden.

Die weiterhin angespannte Lage des Präzisrohrmarktes und Abkühlungstendenzen in den Produktbereichen Edelstahl- und HFI-geschweißte Rohre würden für den Unternehmensbereich Röhren gegenüber dem ersten Halbjahr spürbar geringere Umsätze und Gewinne erwarten lassen. Dennoch werde für 2009 ein klar positives, durch den gut beschäftigten Großrohrbereich getragenes Resultat prognostiziert.

Kein solider Aufschwung im Maschinen- und Anlagenbau in Sicht

Umsatz und Ergebnis des Unternehmensbereiches Dienstleistungen würden wesentlich von der Beschäftigung der Stahlsparte abhängen und sollten sich analog dazu entwickeln. Im Unterschied zu frühzyklischen Branchen werde ein solider Aufschwung im Maschinen- und Anlagenbau noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Erste Hinweise auf eine Erholung seien zwar wahrnehmbar, könnten aber noch nicht als nachhaltig interpretiert werden. Infolge des niedrigen Auftragseingangs im ersten Halbjahr rechnet der Unternehmensbereich Technologie mit einem gegenüber 2008 wesentlich schwächeren, negativen Resultat für das Geschäftsjahr 2009.

Salzgitters Prognose eines Halbjahresverlustes mit einer möglichen Aufhellung der Lage in der zweiten Jahreshälfte hat sich bestätigt, heißt es. Allerdings sei ein starker und nachhaltiger Turnaround der Verhältnisse am Stahlmarkt bisher nicht erkennbar, da lediglich für einzelne Produktgruppen eindeutige Erholungstendenzen bei Auftragseingängen und Erlösen verzeichnet würden. Demzufolge erwartet der Salzgitter-Konzern auch für das zweite Halbjahr 2009 einen Vorsteuerverlust, der allerdings niedriger als im ersten Halbjahr ausfallen dürfte. Das Unternehmen hält es für denkbar, dass gegen Jahresende wieder nahezu ausgeglichene Monatsergebnisse erzielt werden können.

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