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Stahl Salzgitter verbessert Ergebnis im dritten Quartal

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Salzgitter-Konzern hat im dritten Quartal angesichts der besser laufenden Konjunktur sein Ergebnis deutlich verbessen können. Positive Beiträge des Röhrengeschäfts, der Aurubis-Beteiligung und der Geldanlagen konnten die Ergebnisse der besonders beeinträchtigten Unternehmensbereiche Stahl, Handel und Technologie jedoch nicht kompensieren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

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Beim Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter läuft das Geschäft wieder besser. Bild: Stahl-Online
Beim Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter läuft das Geschäft wieder besser. Bild: Stahl-Online
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Konzern-Außenumsatz reduzierte sich in den ersten drei Quartalen um 38% auf 5,96 Mrd. Euro (9 Monate 2008: 9,64 Mrd. Euro) und es wurden 261,3 Mio. Euro Verlust vor Steuern verbucht (9 Monate 2008: plus 1,01 Mrd. Euro), wobei sich im Sommerquartal erstmals ein verhaltener Aufwärtstrend zeigte, heißt es weiter. Bei Interpretation des Vorsteuerresultats im dritten Quartal (minus 66,1 Mio. Euro) sei – neben den marktbedingten Minderauslastungen – zu berücksichtigen, dass einige auch größere Werke des Stahl- und Röhrenbereichs für geplante Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahmen über mehrwöchige Phasen außer Betrieb genommen worden sei.

Aurubis-Beteiligung poliert Ergebnis von Salzgitter auf

Die at equity konsolidierte 23%-Beteiligung am Kupferproduzenten Aurubis AG habe ab ihrem Ersteinbezug im Januar 2009 38,7 Mio. Euro Gewinn zum Konzern-Nachsteuerergebnis von minus 232,1 Mio. Euro (9 Monate 2008: plus 689,0 Mio. Euro) beigesteuert.

Das ungünstige Umfeld habe die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl am stärksten belastet. So musste im ersten Halbjahr eine über weite Strecken signifikante Unterbeschäftigung der Werke verkraftet werden, wie Salzgitter erläutert. Erst ab Jahresmitte habe sich die Lage verbessert, nachdem überhöhte Lagerbestände bei Stahlhändlern und -verarbeitern abgebaut waren.

Stahlnachfrage aus der Investitionsgüterindustrie bleibt schwach

Während sich die Nachfrage konsumgüternaher Branchen zu erholen begann, blieben Impulse der Investitionsgüter- und der Bauwirtschaft nahezu aus, heißt es. Der dramatische Verfall der Absatzpreise aller Produktgruppen sei zum Stillstand gekommen, und für Flachstahlprodukte ließen sich zum 1. Juli erstmals wieder Preisanhebungen durchsetzen, die allerdings nur zeitverzögert Ergebniswirksamkeit entfaltet hätten. Dementsprechend habe sich der Außenumsatz auf 1,23 Mrd. Euro (9 Monate 2008: 2,44 Mrd. Euro) halbiert.

Im Kontrast dazu hätten die gesunkenen Rohstoffpreise erst ab der zweiten Jahreshälfte ihren vollen Entlastungseffekt entwickelt. In den 213,4 Mio. Euro Vorsteuerverlust (9 Monate 2008: 520,3 Mio. Euro Vorsteuergewinn) seien bilanzielle Anpassungen der Vorratsbewertungen im ersten und zweiten Quartal enthalten, welche die Folgeperioden bis Geschäftsjahresende entlasten würden.

Trendwende im Stahlhandel kommt nur langsam

Auch die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereiches Handel sei durch die Nachfragezurückhaltung vieler Stahlverarbeiter, den allgegenwärtigen Bestandsabbau sowie vom Verfall der Erlöse massiv beeinträchtigt worden. Ab Jahresmitte ließen sich in Produktbereichen mit hoher Lagerumschlagshäufigkeit erste Verbesserungstendenzen erkennen. Der Außenumsatz sei um 44% auf 2,4 Mrd. Euro gefallen (9 Monate 2008: 4,27 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern habe minus 90,5 Mio. Euro betragen (9 Monate 2008: plus 222,5 Mio. Euro).

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