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Stahl

Salzgitter wächst kräftig bei Stahl und Handel

| Redakteur: Stéphane Itasse

Bei Salzgitter geht es aufwärts, allerdings erschweren die immer volatileren Preise eine Prognose. (Bild: Stahl-Online)
Bei Salzgitter geht es aufwärts, allerdings erschweren die immer volatileren Preise eine Prognose. (Bild: Stahl-Online)

Infolge des günstigen konjunkturellen Umfelds und einer Belebung der Geschäftstätigkeit nahezu aller Tochtergesellschaften hat der Salzgitter-Konzern im ersten Quartal 2011 einen guten Start in das neue Geschäftsjahr vollzogen. Damit ist der Turnaround nach dem Übergangsjahr 2010 bestätigt worden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Ende März wurde mit der Aufnahme des Parallelbetriebs der beiden Elektrolichtbogenöfen in Peine das letzte Großprojekt des seit 2007 laufenden und insgesamt rund 2 Mrd. Euro umfassenden strategischen Investitionsprogramms umgesetzt. Ausgestattet mit einer Eigenkapitalquote von 43% und 1,1 Mrd. Euro Netto-Cash-Position sieht sich der Konzern nach wie vor auf einer soliden finanziellen Basis.

Salzgitter-Außenumsatz steigt um fast 20%

Der Konzern-Außenumsatz stieg um knapp ein Fünftel auf 2,3076 Mrd. Euro (erstes Quartal 2010: 1,9248 Mrd. Euro). Haupttreiber dieser Entwicklung waren die Erlösverbesserungen für die Produkte der Divisionen Stahl und Handel.

Die Salzgitter AG erwirtschaftete im ersten Quartal 56,3 Mio. Euro Vorsteuergewinn (erstes Quartal 2010: –17,1 Mio. Euro). In diesem Resultat sind 29,0 Mio. Euro Ergebnisbeitrag der at-equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG enthalten (erstes Quartal 2010: 11,2 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern betrug 44,0 Mio. Euro (erstes Quartal 2010: -13,3 Mio. Euro). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug 5,9% (erstes Quartal 2010: -1,0%).

Flachstahl und Grobblech von Salzgitter gut gefragt

Der Unternehmensbereich Stahl verzeichnete auch in den ersten drei Monaten 2011 eine zweigeteilte Entwicklung: Während sich die Produktsegmente Flachstahl und Grobblech angesichts der guten Auftragslage ihrer Abnehmerindustrien einer anhaltend hohen Auslastung erfreuten, verhinderte die immer noch verhaltene Nachfrage der Bauwirtschaft eine Rückkehr des Profilstahlbereiches zu auskömmlicher Beschäftigung.

Bei 11% ausgeweitetem Walzstahlversand stieg der Außenumsatz im Wesentlichen wegen der gegenüber dem Vorjahreszeitraum signifikant höheren Erlöse um 35% auf 698,4 Mio. Euro (erstes Quartal 2010: 516,1 Mio. Euro). Die Kompensation der Kostensteigerungen für Rohstoffe stellte erneut eine erhebliche Herausforderung dar. Mit 9,4 Mio. Euro Vorsteuergewinn erzielte der Unternehmensbereich Stahl eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum ersten Quartal 2010 (–31 Mio. Euro).

Salzgitter-Bereich Handel profitiert vom Industrieaufschwung

Die stabile gesamtwirtschaftliche Lage und der sich daraus ergebende Stahlbedarf der meisten Industriesektoren begünstigte die Aktivitäten des Unternehmensbereiches Handel. Infolge der bereits zu Jahresbeginn einsetzenden progressiven Preisentwicklung stieg der Außenumsatz um knapp 20% auf 782,3 Mio. Euro (erstes Quartal 2010: 657,7 Mio. Euro). Vor allem dank deutlich ausgeweiteter Margen im lagerhaltenden Handel konnte das Ergebnis der Vorjahresperiode merklich übertroffen werden (23,3 Mio. Euro; erstes Quartal 2010: 4 Mio. Euro).

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