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Salzgitter wächst kräftig bei Stahl und Handel

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Die Rohstahlproduktion des Unternehmensbereiches Stahl dürfte infolge des nunmehrigen Parallelbetriebs der beiden Elektrolichtbogenöfen in Peine sowie des Durchlaufens aller drei Hochöfen in Salzgitter oberhalb des Vorjahreswertes auskommen; Versand und Umsatz sollten ebenfalls steigen. Die Division erwartet für das Gesamtjahr ein positives Vorsteuerergebnis.

Salzgitters Stahlhandel erwartet zumindest stabilen Absatz

Auch der Unternehmensbereich Handel geht für die nächsten Monate von einem zumindest stabilen Absatzniveau aus. Dies gilt vor allem für den lagerhaltenden Handel in Deutschland sowie den internationalen Tradingbereich.

Das mittlerweile deutlich höhere Niveau der fortgeschriebenen Einstandspreise wird jedoch die Margenentwicklung limitieren. Unter diesen Prämissen dürfte der Handelsbereich erneut einen signifikanten Vorsteuergewinn erwirtschaften.

Im Unternehmensbereich Röhren setzt sich die Erholung der Nachfrage in den meisten Produktsegmenten fort. Dabei sind Teilbereiche weiterhin von einem harten Wettbewerbsdruck betroffen, heißt es.

Salzgitter-Bereich Röhren sorgt sich um Rohstoff- und Vormaterialpreise

Von besonderer Bedeutung wird sein, ob sich Veränderungen der Rohstoff- und Vormaterialpreise im antizipierten Rahmen bewegen werden und von den im Projektgeschäft erzielbaren Absatzerlösen kompensiert werden können. Die Division erwartet für die kommenden Quartale ein insgesamt positives Ergebnis.

Für den Unternehmensbereich Dienstleistungen werden angesichts der guten Beschäftigung der Stahlgesellschaften Umsatz- und Ergebniszahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert.

Der Unternehmensbereich Technologie rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einem gewachsenen Geschäftsvolumen aller Tochtergesellschaften sowie einer Erholung der Margen. Die Umsätze sollten somit höher als im Vorjahr ausfallen. In Verbindung mit den Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung sollte ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis für das Gesamtjahr 2011 möglich sein.

Volatile Preise erschweren die Prognose für Salzgitter

Nach wie vor ist die Planungssicherheit von Salzgitter nach Unternehmensangaben als Folge kürzerer Vertragszyklen und volatilerer Preise sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Versandseite erheblich eingeschränkt. Die Erstellung einer verlässlichen, detaillierten Prognose ist deswegen und auch unter Berücksichtigung der unruhigen politischen Lage in einigen Absatzregionen äußerst problematisch. Basierend auf dem heutigen Stand der Erkenntnisse in den Unternehmensbereichen erscheint dem Unternehmen für das Geschäftsjahr 2011 ein Vorsteuerergebnis von bis zu 150 Mio. Euro erreichbar.

Wie schon in den vergangenen Jahren weist Salzgitter darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2011 noch erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann dabei ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen.

Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei für den Rest des Geschäftsjahres noch etwa 8 Mio. t abzusetzenden Stahlerzeugnissen der Unternehmensbereiche Stahl, Handel und Röhren im Schnitt 25 Euro Margenverlust pro Tonne bereits ausreichen, um 200 Mio. Euro Ergebnisvarianz zu verursachen.

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