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Strangpressen

Sapa Profiles weltweit auf Wachstumskurs

| Redakteur: Annedore Munde

Düsseldorf (lh) – Zum 1. Juni 2007 hat die schwedische Sapa Group ihre Strangpressaktivitäten in ein Joint-Venture mit der amerikanischen Alcoa Soft Alloy Extrusions eingebracht, das von der Sapa geführt wird. Das Joint-Venture firmiert unter dem Namen Sapa Profiles und vereint 22 Alcoa-Werke (mit 73 Strangpressen in acht Ländern) mit 18 Sapa-Werken (38 Strangpressen in 13 Ländern).

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Arne Rengstedt, Zentraleuropa-Chef von Sapa Profiles und Vizepräsident der Sapa-Group Nordeuropa, strebt mit dem Joint Venture ein stabiles und nachhaltiges Wachstum auf de Märkten in Europa und Amerika an. Bild: Handge
Arne Rengstedt, Zentraleuropa-Chef von Sapa Profiles und Vizepräsident der Sapa-Group Nordeuropa, strebt mit dem Joint Venture ein stabiles und nachhaltiges Wachstum auf de Märkten in Europa und Amerika an. Bild: Handge
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem Zusammenschluss entstand der weltweit größte Strangpresskonzern und Marktführer für Strangpressprofile aus Aluminium. „Auf unseren wichtigsten Märkten in Europa und Amerika streben wir mit dem Joint-Venture ein stabiles und nachhaltiges Wachstum an“, betonte Arne Rengstedt, Zentraleuropa-Chef von Sapa Profiles, auf einer Pressekonferenz Ende November in Düsseldorf.

Insgesamt betreibt die Sapa-Gruppe zur Zeit 111 Pressen in 15 Ländern in Europa und USA sowie Werke in China. Hinzu kommen Vertriebsniederlassungen in weiteren Ländern.

Neuer Strangpress-Konzern produziert 900000 t Aluminiumprofile pro Jahr

Mit dem Joint-Venture stärkt Sapa seine Marktposition: Während Sapa früher vor allem in Nordeuropa, Frankreich und teilweise in Mitteleuropa stark positioniert war, hatte Alcoa eine starke Stellung in Südeuropa und Nordamerika. Über 12 000 Beschäftige erzielen in dem neuen Konzern einen Umsatz von über 3 Mrd. Euro und produzieren etwa 900000 t Aluminiumprofile.

Auf dem europäischen Strangpressmarkt ist Sapa Profiles Marktführer mit 19 % Marktanteil, die Anteile auf den regionalen europäischen Märkten variieren zwischen etwa 40 % in Schweden und 14 % in Deutschland. In Nordamerika liegt der Marktanteil bei etwa 27 %.

Auf dem deutschen Strangpressmarkt ist das Unternehmen mit einem Absatzvolumen von über 100 000 t im Jahr 2007 Marktführer. Im nächsten Jahr will Sapa Profiles seinen Absatz in Deutschland um weitere 10 % und den Marktanteil damit auf 16 % steigern.

Sapa betreibt in Europa insgesamt über 50 Strangpressen mit Presskräften zwischen 1000 und 6500 t. Das Angebot zeichnet sich durch ein breites Produktspektrum und eine hohe Fertigungstiefe aus und bietet den Kunden eine breite Wertschöpfungskette, teilt Sapa mit.

Sie reicht vom Werkzeugbau über das Strangpressen der Profile bis hin zu ihrer mechanischen Bearbeitung und Oberflächenveredlung. Das Bearbeitungsangebot umfasst unter anderem Umformung, Zerspanung, Schweißen und Eloxieren, Pulvern sowie Montage.

Osteuropa bietet noch Potenzial für Profilhersteller

Hohe Erwartungen verknüpft Sapa mit der weiteren Expansion in Osteuropa. 1992 war Sapa der erste westeuropäische Profilhersteller auf dem polnischen Markt. Vor kurzem hat das Unternehmen in Trzcianka eine dritte Strangpresslinie in Betrieb genommen, mit der sich die polnische Produktionskapazität verdoppelt hat.

Im Jahr 2006 übernahm Sapa den slowakischen Profilhersteller Alufinal (heute Sapa Profily). Das Unternehmen erwirtschaftet mit etwa 300 Mitarbeitern etwa 35 Mio. Euro jährlich. Die Jahresproduktion soll von 13 000 auf 20 000 t gesteigert werden.

Nächster Zielmarkt für Sapa ist Russland. „Die wirtschaftliche Entwicklung nimmt zusehends Fahrt auf und könnte eine enorme Schlagkraft gewinnen“, sagt dazu Arne Rengstedt. Die Risiken, mit denen Investitionen in Russland verbunden sind, hält man bei Sapa für überschaubar. Sie würden in dem Maße geringer, in dem sich die Märkte weiterentwickelten.

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