GOM auf der K 2016 Scanner- und Softwareunterstützte Qualitätssicherung in der Fertigung

Redakteur: Peter Königsreuther

Als Reaktion auf eine erhöhte Produktion und die dadurch nötigen kurzen Messzeiten, setzen Unternehmen auf automatisierte Mess- und Inspektionslösungen. GOM zeigt auf der K 2016 in Halle 10 am Stand C22 unter anderem auch die optische 3D-Messmaschine Atos Scanbox 4105.

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GOM auf der K 2016: Ein Scanner der neuen Atos-Scanbox-Modelle hat alles im Bilck. Das System wurde für die fertigungsnahe Inspektion und Qualitätssicherung entwickelt. Hier im Einsatz in Sachen Spritzgießen.
GOM auf der K 2016: Ein Scanner der neuen Atos-Scanbox-Modelle hat alles im Bilck. Das System wurde für die fertigungsnahe Inspektion und Qualitätssicherung entwickelt. Hier im Einsatz in Sachen Spritzgießen.
(Bild: GOM)

Die standardisierte Plug-und-Play-Messzelle eigne sich für kleine und mittelgroße Bauteile mit einem Höchstgewicht von 100 kg und einer maximalen Bauteilgröße von 500 mm. Sie verbindet automatische Mess- und Inspektionsprozesse, Mobilität und höchste Arbeitssicherheit in einem Gerät, wie GOM erklärt.

Berührungslos und in 3D messen

Wie alle Messzellen aus der Atos Scanbox Reihe, sei sie nicht ortsgebunden sondern könne innerhalb von ein bis zwei Tagen aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Benötigt wird laut GOM lediglich ein Stromanschluss. Kern der Messzelle ist der robotergeführte 3D-Scanner Atos Core, mit dem die Bauteile berührungslos und dreidimensional vermessen werden, so GOM. In der serienmäßigen Softwarelösung Virtueller Messraum (VMR) werde die reale Umgebung der Messzelle nachgebildet, sodass die Bewegungsabläufe während des Messvorgangs virtuell simuliert werden. Dadurch könne der Roboter ohne ein Bedienpanel gesteuert werden. Auch die Vorbereitung des Messprozesses am CAD ohne echtes Bauteil ist nach Aussage von GOM möglich.

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Liste namhafter Anwender

Alle Modelle der Atos Scanbox sind speziell für die fertigungsnahe Inspektion und Qualitätssicherung entwickelt worden und bereits in zahlreichen Unternehmen, wie etwa Daimler, VW, Rolls Royce, Bosch, Honeywell, Samsung, Automotive Lighting sowie ZF im Einsatz. Dort erzielen die Messzellen in der industriellen Fertigung einen höheren Durchsatz, da größere Stückzahlen in geringerer Zeit analysiert werden können. Zudem ermöglichen sie eine höhere Reproduzierbarkeit und damit Prozesssicherheit, da die Mess- und Inspektionsprozesse unabhängig vom Bediener und an verschiedenen Standorten angewandt werden.

Scannen im Kompaktformat

Für die Inspektion und Messung kleiner Bauteile hat GOM den optischen Desktop Scanner entwickelt. Er verfügt über 3+3 Kinematik und ist mit 3 motorisierten und 3 manuellen Achsen ausgestattet. Der Scanner eigne sich besonders für die Messung und Inspektion von Kunststoffteilen, Prototypen und Elektroden mit einer Größe bis zu 200 mm.

Flexibel in der Anwendung

Der Atos Scanport ist eine Erweiterung für den optischen 3D Scanner Atos Core. Dieser ist in 4 verschiedenen Modellen und mit verschiedener Auflösung verfügbar. Je nach benötigter Scanauflösung und Messfeldgröße, könne über einen Schnellverschluss der passende Sensorkopf einfach und ohne erneute Kalibrierung eingesetzt werden. Dieses macht den Atos Scanport zu einer flexiblen und präzisen Lösung bei verschiedensten Messanforderungen.

Speicherbare Bewegungsabläufe

Durch die motorisierte Rotations-, Schwenk- und Linearachse des Tisch-Scanners werden vor allem wiederkehrende Messaufgaben vereinfacht. Die Bewegungen von Lift und Drehtisch sowie die verschiedenen Neigungswinkel des Drehtischs können ohne vorherige Programmierung mit der Softwarefunktion Motion Replay aufgezeichnet werden. Auch bei erneuten Messungen eines typgleichen Bauteils werden diese Bewegungsabläufe einfach wieder abgerufen. Bedient werden die motorisierten Achsen über eine Bedieneinheit per Joystick. Über USB- und Netzwerkkabel erfolgt der direkte Anschluss an einen Rechner.

Softwarepakete optional

Der Desktop-Scanner ist mit verschiedenen Software-Paketen von GOM erhältlich. Die Funktionen reichen von einfachen 3D-Scan-Aufgaben zum Beispiel für 3D-Printing, Reverse Engineering und additive Manufacturing bis hin zur umfassenden Form- und Maßanalyse von Bauteilen.

Neuer Durchblicker arbeitet mit CT-Daten

GOM Inspect dient als Auswertesoftware für 3D-Messdaten einschließlich 3D-Inspektion und STL-Netzbearbeitung und ermöglicht die unabhängige Auswertung von Messergebnissen. In der neuen Version von GOM Inspect ist es erstmalig möglich, auch alle gängigen nativen CT-Datenformate, wie *.vgi; *.vgl; *.pcr; *.exv; *.rek, etc. via Drag & Drop in die Software zu importieren und eine umfassende Form- und Maßanalyse durchzuführen. Durch den Import und die automatische Schwellwertbestimmung steht umgehend ein STL-Datensatz zur Verfügung, sodass sich Aufwände für Soll-Ist-Vergleiche und Bemusterungszeiten signifikant reduzieren.

Einfacher und schneller

Durch die Umwandlung von CT-Voxel-Daten in Oberflächendaten (STL-Netz) werden Arbeitsabläufe deutlich beschleunigt und vereinfacht. Der Import nativer CT-Daten in die GOM Inspect Software ermöglicht somit die unkomplizierte Auswertung von Messdaten eines weiteren berührungslosen Messverfahrens. Eingelesen werden können Daten aus Computertomografen beispielsweise von Wenzel, Werth, GE, Zeiss und andere.

Download ohne Aufwand

Zudem beinhaltet GOM Inspect eine optimierte Benutzeroberfläche sowie Erweiterungen im Bereich Form- & Lagetoleranzen (GD&T) und Airfoil-Inspektion. Auf www.gom.com stellt GOM den kostenlosen Download für die unbefristete Nutzung der GOM Inspect Software sowie ein Anwenderforum, Schulungsunterlagen und Video Tutorials bereit. Darüber hinaus finden regelmäßig nationale und internationale Einführungsseminare statt.GOM Inspect herunterladen

MM

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