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Schaeffler wächst – und baut Industrie-Sparte um

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Sparte Industrie soll neu ausgerichtet werden

Aufgrund der schon länger stagnierenden Geschäftsentwicklung der Sparte Industrie hat der Schaeffler-Vorstand beschlossen, ein Programm zur Neuausrichtung zu starten, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dieses Programm namens „CORE“ soll ein verstärktes Umsatzwachstum, bessere Marktversorgung und Servicequalität, stärkere Kundenorientierung sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren.

Konkret bedeutet das, dass Maßnahmen zur Optimierung des Produktportfolios und zur Verbesserung der Lieferfähigkeit getroffen werden, die die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und Potenziale für weiteres Wachstum erschließen sollen. Dazu gehört unter anderem der Ausbau des hochvolumigen Standard-Wälzlagergeschäfts, insbesondere in Asien. Erste konkrete Maßnahme wird der globale Produkt-Relaunch der „GenC“-Kugellager sein. Ebenso Teil des Programms sind die Weiterentwicklung kundenspezifischer Produkte und Engineering-Lösungen sowie die aktive Gestaltung von Technologietrends wie etwa die Digitalisierung im Maschinenbau. Um den globalen Marktanforderungen Rechnung zu tragen, sollen zudem der Lokalisierungsanteil in den Hauptwachstumsmärkten schrittweise erhöht sowie die Reaktionsgeschwindigkeit am Markt durch eine optimierte Supply Chain gesteigert werden. Bereits initiierte Projekte wie das neue europäische Distributionszentrum in Kitzingen zur besseren Marktversorgung und Lieferfähigkeit werden konsequent fortgesetzt.

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Standort Schweinfurt durch Bündelung von Zentralfunktionen gestärkt

Darüber hinaus soll der Vertrieb in den Regionen gestärkt und das operative Geschäft deutlich kundennäher ausgerichtet werden. Insbesondere in der Region Europa, zu der auch der Nahe und Mittlere Osten, Afrika und Indien gehören, bedeutet dies eine definierte Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Funktionen in der Zentrale in Schweinfurt mit ihren übergeordneten strategischen Themenstellungen und den operativen Vertriebsfunktionen in den Regionen. Um die global tätigen Großkunden besser betreuen zu können, soll neben den regionalen Vertriebseinheiten das globale Key Account Management neu ausgerichtet werden.

Im Zuge dieser organisatorische Neuausrichtung geht auch eine Straffung der Organisations- und Führungsstruktur in den Zentralfunktionen sowie in den zentralen Produkt- und Anwendungsentwicklungseinheiten einher. Als Teil des Programms sollen insbesondere in Deutschland und Europa aus heutiger Sicht bis zu 500 Arbeitsplätze im Industriebereich bis Ende 2017 sozialverträglich abgebaut werden. Ein Teil der betroffenen Beschäftigten soll in anderen Unternehmensbereichen außerhalb der Industriesparte eingesetzt werden. Neben der natürlichen Fluktuation werden Aufhebungsverträge und Altersteilzeit-Maßnahmen angeboten. Betriebsbedingte Kündigungen oder Standortschließungen sind nicht vorgesehen. Der Standort Schweinfurt wird durch die dortige Zusammenführung und Bündelung von Zentralfunktionen für die Sparte Industrie und die Region Europa weiter gestärkt

Trotz der verhaltenen Zahlen in der Industrie-Sparte bestätigt das Unternehmen seine Prognose für das Jahr 2015. „Unser Automotive Geschäft läuft weiterhin sehr gut. Trotz der verhaltenen Entwicklungen im Industriebereich sind wir zuversichtlich, dass wir unsere gesetzten Jahresziele – eine Umsatzsteigerung von 5 bis 7 % auf währungsbereinigter Basis und eine EBIT-Marge von 12 bis 13 % – erreichen“, sagte Rosenfeld.

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