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Antriebstechnik Schaefflers Industriesparte wächst zweistellig

Redakteur: Stefanie Michel

Schaeffler legt seine Zahlen für das 1. Halbjahr 2018 vor: Der Umsatz liegt bei rund 7,2 Mrd. Euro und stiegt somit in diesem Zeitraum um 5,8 %. Erneut wuchsen auch alle drei Konzernsparten. Das Industriegeschäft steigerte seine Umsatzerlöse sogar um 10 %, weshalb die Jahresprognose angehoben wird.

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Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „In einem anhaltend herausfordernden Umfeld sind wir auf Kurs, unsere Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen.“
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „In einem anhaltend herausfordernden Umfeld sind wir auf Kurs, unsere Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen.“
(Bild: Schaeffler)

Am 7. August hat Schaeffler seinen Zwischenbericht für das erste Halbjahr des Jahres 2018 vorgelegt. Der Umsatz liegt bei rund 7,2 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 7 Mrd. Euro). Währungsbereinigt stieg der Umsatz in diesem Zeitraum um 5,8 %. Erneut konnten alle drei Konzernsparten und alle vier Regionen währungsbereinigt zum Umsatzwachstum beitragen, wobei der Umsatz in der Region Greater China mit 18,7 % die höchste Steigerung aufwies. In den ersten sechs Monaten konnte ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 773 Mio. Euro erzielt werden, das im zweiten Quartal durch einen Sondereffekt in Höhe von 22 Mio. Euro im Zusammenhang mit den angekündigten Restrukturierungsaufwendungen für die Integration des internen Zulieferers „Bearings & Components Technologies“ (BCT) belastet wurde. Das EBIT vor Sondereffekten lag damit bei 795 Mio. Euro (Vorjahr: 780 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,1 % – wie im Vorjahr.

Zum Geschäftsverlauf in der ersten Jahreshälfte sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „In einem anhaltend herausfordernden Umfeld sind wir auf Kurs, unsere Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen. Das Ergebnis wurde dabei insbesondere von der guten Performance der beiden Sparten Automotive Aftermarket und Industrie getrieben. Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt zudem, dass wir als Automobil- und Industriezulieferer strategisch richtig aufgestellt sind.“

Umsatzsteigerung in Automotive-Sparte

Die Sparte Automotive OEM erzielte im ersten Halbjahr Umsatzerlöse in Höhe von rund 4,6 Mrd. Euro. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 %. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der absolute Auftragseingang auf 8,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,7 Mrd. Euro). Das so genannte „Book-to-Bill-Ratio“, das den Auftragseingang im Verhältnis zum Jahresumsatz angibt, stieg im selben Zeitraum auf 1,8x (Vorjahr: 1,1x). Alle vier Unternehmensbereiche der Sparte Automotive OEM trugen zum Umsatzwachstum bei, wobei der Unternehmensbereich „E-Mobilität“ seinen Umsatz im ersten Halbjahr währungsbereinigt mit 7,7 % am stärksten steigerte.

Nach einem temporären Umsatzrückgang im ersten Quartal steigerte die Sparte Automotive Aftermarket ihren Umsatz im zweiten Quartal auf währungsbereinigter Basis kräftig um 12,3 % und erzielte damit im ersten Halbjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 925 Mio. Euro (Vorjahr: 928 Mio. Euro). Währungsbereinigt nahm der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres damit um 3,6 % zu. Das stärkste währungsbereinigte Umsatzwachstum zeigten auch hier die Regionen Greater China (mit 39,8 %) und Asien/Pazifik (mit 15,9 %) gefolgt von Europa (mit 5,4 %).

Jahresprognose für Umsatzwachstum im Industriegeschäft angehoben

Die Sparte Industrie steigerte ihre Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 auf rund 1,7 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 1,6 Mrd. Euro). Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 10 %, woran Industrial Distribution einen maßgeblichen Anteil hatte. Zudem trugen insbesondere die Sektorcluster Railway, Raw Materials, Offroad und Power Transmission deutlich zum Umsatzanstieg bei. Den mit Abstand größten Zuwachs erzielte die Region Greater China (mit 36,7 %) vor Americas (mit 6,9 %), Asien/Pazifik (mit 6,7 %) und Europa (mit 5,9 %). Auf Basis aktueller Einschätzungen erhöht die Schaeffler Gruppe für die Sparte Industrie ihre Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2018 von bislang 3 bis 4 % auf 6 bis 7 %.

Insgesamt geht Schaeffler für das Gesamtjahr 2018 davon aus, in allen Sparten die geplanten EBIT-Margen vor Sondereffekten zu erreichen:

  • Automotive OEM: zwischen 9,5 und 10,5 %
  • Automotive Aftermarket: 3 bis 4 %
  • Industrie: 9 bis 10 %

Free Cash Flow leicht verbessert

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis legte im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zu und lag bei 509 Mio. Euro (Vorjahr: 485 Mio. Euro). Das Ergebnis je Vorzugsaktie belief sich auf 0,77 Euro (Vorjahr: 0,73 Euro). Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten der Schaeffler Gruppe war mit minus 74 Mio. Euro nach den ersten sechs Monaten leicht besser als der Vergleichswert des Vorjahrs (minus 86 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr lagen die Investitionsauszahlungen (Capex) für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 595 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (594 Mio. Euro), was einer Investitionsquote vom Umsatz von 8,3 % (Vorjahr: 8,4 %) entspricht.

Die Netto-Finanzschulden erhöhten sich zum 30. Juni 2018 um 463 Mio. Euro, wodurch das Gearing-Ratio, also das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital, auf rund 107 % (31. Dezember 2017: 93 %) anstieg. Die Schaeffler Gruppe, deren Bilanzsumme sich zum 30. Juni 2018 auf rund 12 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 11,1 Mrd. Euro) belief, beschäftigte zum selben Stichtag 92.198 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 87.937), was einem Anstieg von rund 4,8 % entspricht.

Der Konzern rechnet für das Jahr 2018 weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 5 bis 6 %, einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 10,5 bis 11,5 % und einem Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von rund 450 Mio. Euro.

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