2b AHEAD Schafft 3D-Druck Wohlstand ohne Geld?

Redakteur: Jürgen Schreier

Die (weitgehend) geldlose Wirtschaft, in der alle in Wohlstand leben, ist bis heute eine reine Sozialutopie geblieben. Das könnte sich nun ändern. Möglich machen soll dies die neue Technik des 3D-Drucks, so der britische Wissenschaftler Prof. Dr. Adrian Bowyer in einem Online-Video.

Firma zum Thema

Prof. Dr. Adrian Bowyer beschäftigt sich mit den revolutionären Möglichkeiten des Open-Scource-3D-Druckens.
Prof. Dr. Adrian Bowyer beschäftigt sich mit den revolutionären Möglichkeiten des Open-Scource-3D-Druckens.
(Bild: Adrian Bowyer)

Geld regiert Welt, sagt der Volksmund und behaupten die meisten (akademischen) Ökonomen. Und so blieb die Vorstellung von einer geldlosen Wirtschaft, in der Milch und Honig fließen, bis heute reine Utopie.

Genau das aber könnte sich in den kommenden Jahren ändern, glaubt Prof. Dr. Adrian Bowyer. Der Wissenschaftler, der bis zu seiner Emeritierung Mathematik an University of Bath lehrte, ist keineswegs ein „spinnerter“ Utopist, sondern ein technischer Visionär.

Open-Scource-3D-Drucken soll die Welt verändern

So beschäftigte sich der gelernte Ingenieur unter anderem mit den revolutionären Möglichkeiten des Open-Scource-3D-Druckens. Wie diese Technik Welt und Wirtschaft verändern könnte und möglicherweise auch wird, erzählt der Wissenschaftler in seiner Rede auf dem Onlineportal des Trendinstituts 2b AHEAD.

Das Video mit Prof. Bowyer kann unter diesem Link abgerufen werden.

Soziale Gemeinschaften drucken benötigte Güter selbst

Bowyers Vision ist eine Welt ohne große Industrien. Benötigte Güter drucken soziale Gemeinschaften mit ihrem 3D-Drucker einfach selbst. „Angenommen, es gibt zehn Familien in einem Dorf. Diese zehn Familien bündeln eine Woche lang ihre 3D-Druckressourcen und drucken für Familie Nummer drei ein neues Auto“, erklärt Bowyer. Das Ergebnis sei Wohlstand (fast) ohne Geld. Ob diese Vision einmal Realität wird, wird man laut Bowyer in 30 Jahren sehen.

(ID:39883730)