Schwerlasttransport Scheuerle meldet Weiterentwicklung der Ultralightcombi-Baureihe

Redakteur: Peter Königsreuther

Die modularen Plattformwagen von Scheuerle sind gewichtsoptimiert und in Sachen Verhältnis von Nutzlast zu Eigengewicht gut ausbalanciert.

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Scheuerle hat seine modularen Plattformwagen der Baureihe Ultralightcombi weiterentwickelt. Die neuen Ausführungen lassen jetzt auch die Achslinienkombination 5+7 zu, informiert das Unternehmen.
Scheuerle hat seine modularen Plattformwagen der Baureihe Ultralightcombi weiterentwickelt. Die neuen Ausführungen lassen jetzt auch die Achslinienkombination 5+7 zu, informiert das Unternehmen.
(Bild: Scheuerle)

Schon die bisherigen Modelle hätten Bestmarken in Schwerlasttranspor-Segment gesetzt. Aber im Zuge der Weiterentwicklung des Produktangebotes hat Scheuerle, ein Mitglied der Transporter Industry International Group (TII Group), mithilfe seiner Konstrukteure die Solidität der Fahrzeuge weiter optimiert. Das deutlich erhöhte Biegemoment erlaubt es, nun noch mehr Achslinien zu fahren, heißt es. Bisher konnte man aus einem Frontfahrwerk mit vier Pendelachsen, einer Brücke und einem Heckfahrwerk mit sechs Achsen (Bezeichnung der Kombination: 4+6) die stärkste Ausführung des Ultralightcombi zusammenstellen. Nun ist es möglich, auch eine Kombination aus 5+7 Achslinien zu bilden. Die beiden zusätzlichen Achslinien, so Scheuerle, erlauben es dem Betreiber das System noch höher belasten zu können.

Bei gleicher Nutzlast kompakter unterwegs

Fahrzeuge der Ultralightcombi-Baureihen sind vielseitig nutzbar. Durch die Achslinienlasten und die EU-konforme Fahrzeugbreite sind die modularen Plattformwagen für den Transport von großen und schweren Lasten auf öffentlichen Straßen geeignet, präzisiert der Hersteller. Durch das niedrige Eigengewicht ermöglichten sie im Vergleich zu anderen Systemen eine kompaktere Kombinationen bei gleicher Nutzlast. Baumaschinen, Komponenten für Windenergieanlagen, Behälter, Transformatoren und Bauteile von Raupenkranen gehören zu den typische Nutzlasten. Mit einer zulässigen Achslast von bis zu 13,4 t bei 25 bis 80 km/h erträgt etwa die Ausführung U11 besonders viel Zuladung, so Scheuerle. Abseits öffentlicher Straßen, beispielsweise im Rahmen der innerbetrieblichen Logistik, können Achslasten von 14,8 t bei maximal 25 km/h und 17,4 t bei 10 km/h bewegt werden.

Diese Vorteile bringt die Modulbauweise

Die Plattformwagen der Baureihe U10 und U12 entsprechen mit einer Gesamtbreite von 2,55 m den EG-Normen und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Das bringe Vorteile mit Blick auf gewisse Genehmigungsverfahren und insbesondere bei Leerfahrten. Auch ist es möglich, mit diesen Kombinationen Fähren oder andere breitenkritische Einrichtungen oder Wege zu nutzen. Der Betreiber müsse aber bezüglich breiterer Transportplattformen keine Abstriche bei der Standsicherheit machen. Der Ultralightcombi verfügt über eine identische Stützweite wie die Scheuerle-Fahrzeuge mit ihrer Breite von 3 m, merkt das Unternehmen an.

Im Zuge der Modellüberarbeitung haben die Konstrukteure auch großen Wert darauf gelegt, die Zahl der Bauteilvarianten zu verringern und Komponenten der übrigen Combi-Baureihe zu verwenden. Das hat mehrere Pluspunkte: so verfügen die neuen Plattformwagen etwa über die Pendelachsen der Eurocompact-Modelle und werden wie die Intercombi-Fahrzeuge gelenkt, und damit über Bauteile, deren Zuverlässigkeit bewiesen ist, sagt Scheuerle. Der sogenannte Schwanenhals ist nun ebenfalls weitgehend baugleich mit dem der Eurocompact-Satteltieflader. Die stufenlose Sattellastverstellung der Eurocompact-Fahrzeuge ist übrigens nun auch für die Ultralightcombis erhältlich.

Die neuen Systeme passen zu den bisherigen

Ein weiterer Vorteil der neuen Baureihe ist ihr leichtes Handling. Beispielsweise lässt sich bei dem Einsatz einer Brücke mit Hakenkupplungsadapter das Frontfahrwerk zur Beladung abnehmen, so dass selbstfahrende Maschinen über eine flache Rampe von vorne auf das Tiefbett auffahren können, erklärt Scheuerle dazu.

Trotz der weitreichenden Überarbeitung bleibe die bekannte Funktionalität der Ultralightcombi-Baureihe erhalten. Darüber hinaus sind die neuen Ausführungen kompatibel zu den Vorgängermodellen. Auch lassen sich die neuen Varianten U10 und U11 weiterhin mit den Modulen der Intercombi- beziehungsweise Eurocombi-Baureihen kombinieren.

Die modularen Plattformwagen der Ultralightcombi-Baureihe sind mit 2, 3, 4 und 5 Achsen zu haben. Der modulare Aufbau erlaubt eine Nutzung als Anhänger und Auflieger sowie als Schemel- oder Tiefbettkombination. Bagger-, Platten- und Rahmenbrücken sowie Windturmadapter gehören zum umfangreichen Zusatzprogramm.

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