Jakob Antriebstechnik

Schlagfertige Motorspindel meistert den Crash

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mechanische Schutzsysteme, wie das MS³ von Jakob, entfalten ihre Wirkung noch bevor die Maschinensteuerung über elektronische Prozessüberwachungssysteme reaktionszeitbedingt Maßnahmen wie Abbremsen, Reversieren und Stillstand der Vorschubachsen der Werkzeugmaschine zur Crashverhinderung einleiten kann.
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Mechanische Schutzsysteme, wie das MS³ von Jakob, entfalten ihre Wirkung noch bevor die Maschinensteuerung über elektronische Prozessüberwachungssysteme reaktionszeitbedingt Maßnahmen wie Abbremsen, Reversieren und Stillstand der Vorschubachsen der Werkzeugmaschine zur Crashverhinderung einleiten kann. (Bild: Jakob Antriebstechnik)

Das Schutzsystem MS³ schützt Maschine und Spindel beim Einrichten. Durch das Schutzsystem kann die Spindel, axiale und seitliche Kollisionen absorbieren. So lassen sich Stoßkräfte effektiv abmildern.

Fehler bei der spanenden Bearbeitung in Werkzeugmaschinen können erhebliche Schäden an Motorspindeln, Spindellagern und anderen sensiblen Komponenten verursachen. Besonders aufpassen, muss man beim ersten Anfahren eines neuen NC-Programms. Außer Programmierfehlern, falsch definierten Werkzeugen, nicht berücksichtigten Störkonturen kann auch unbeabsichtigtes Verfahren in Eilgeschwindigkeiten zu massiven Einschlägen führen.

Mit dem ausgeklügelten Permanentmagnetsystem MS³ hat Jakob Antriebstechnik einen Schutzsystem für Werkzeugmaschinen entwickelt, das handfeste Vorteile bietet: Es verhindert Schäden durch Überlast an der Motorspindel, schützt die Maschinengeometrie, reduziert die Maschinenausfallzeit und trägt somit im Fall versehentlicher Kollisionen zur Senkung der Kosten bei.

Spindelschutzsystem MS³ reagiert auf axiale und radiale Kollisionen

Aufgrund des Permanentmagnetsystems und der daraus folgenden Beweglichkeit kann das Schutzsystem gleichermaßen auf axiale wie auch auf radiale Kollisionen reagieren. Gleichzeitig gewährleistet das System eine hohe Steifigkeit bei der Bearbeitung und ermöglicht nach einem Crash und Austausch des beschädigten Werkzeugs in der Regel den weiteren Einsatz der Maschine.

Beim Überschreiten der Haftkraft an der Trennstelle bewirkt das Magnetsystem eine unmittelbare Trennung der werkzeugmaschinen- und motorspindelseitig installierten Flansche. Mit dem Ablösen des motorspindelseitigen Flansches und zunehmendem Luftspalt nimmt die Magnetkraft rapide ab. Nach der Trennung übernehmen radial angeordnete und maschinenseitig verankerte Druckfederelemente die Abstützung und die schwimmende Führung des Flansches der Motorseite. Die Federn wirken dabei entgegen der Auslenkrichtung und ermöglichen es der Motorspindel um einen vorher definierten Winkel auszuschwenken. Gegen Schmutz, Schmierstoffe und Späne ist das System effizient geschützt.

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