Produktionsplanung Schlank durch automatisierte Planung und Disposition

Autor / Redakteur: Michael Finkler / Claudia Otto

Mehr Effektivität in der Produktion, mehr Effizienz im Management sowie eine optimale Auslastung der Maschinen – das sind erstrebenswerte Ziele vieler Unternehmen. Mithilfe eines Planungswerkzeugs konnte ein Zerspanungstechnikspezialist genau diese Effekte erzielen.

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Dank des Planungswerkzeugs lässt sich bereits bei der Terminierung klären, ob die vorhandenen Ressourcen für die geplanten Aufträge ausreichen oder ob Material nachzubestellen ist. (Bild: Rees)
Dank des Planungswerkzeugs lässt sich bereits bei der Terminierung klären, ob die vorhandenen Ressourcen für die geplanten Aufträge ausreichen oder ob Material nachzubestellen ist. (Bild: Rees)

Bei der Rees Zerspanungstechnik wird das Schlanksein kultiviert. Verschwendung jeglicher Art, egal ob von Zeit, Material oder sonstigen Ressourcen, soll vermieden werden. Das Proalpha-Planungswerkzeug Advanced Planning Schedule (APS) trägt seit einem Jahr dazu bei. Es ließ die Umlaufbestände des Unternehmens um 30% sinken und die Termintreue um mehr als 20% steigen.

Mit 75 Mitarbeitern fertigt Rees Präzisionsdrehteile in hohen Losgrößen und komplexe Dreh- und Frästeile in mittleren und großen Stückzahlen. Hinzu kommen einbaufertige Bauteile inklusive Härte-, Schleif- und Oberflächentechnik. Fertigungstiefe und Vielfalt sind hoch. Die Werkstoffpalette reicht von Aluminium, Messing und (Edel-)Stahl bis hin zu Sonderlegierungen, Titan und Kunststoffen. Und obwohl das Unternehmen zu den führenden seiner Zunft zählt, erfolgt die Ressourcenplanung und -belegung sowie die Disposition erst seit Kurzem komplett softwaregestützt.

Auftragsplanung dank Software ruhiger und realistischer

Seit Januar 2011 ist die Planungssoftware Proalpha APS im Einsatz. Die Veränderungen sind deutlich sichtbar: Auftragseingang, Disposition und Fertigung sind besser aufeinander abgestimmt. So lässt sich jetzt bereits bei der Terminierung klären, ob die vorhandenen Ressourcen für die geplanten Aufträge ausreichen oder ob Material nachzubestellen ist.

Die Ressourcenbelegung ist klar und übersichtlich, da Mensch, Maschine und Werkzeug stets im Blick des Disponenten sind. Die Rüstzeiten fallen kürzer aus.

Eine gleichmäßige Auslastung führt dazu, dass sich die täglichen Auftragsgebirge schnell auf Hügelgröße verkleinern lassen. Die Planung ist ruhiger und realistischer geworden. Engpässe und Schwachstellen lassen sich sofort erkennen und beheben.

Planungssoftware ermöglicht präzisere Aussagen zum Liefertermin

Auch Aussagen zum Liefertermin kann das Unternehmen präziser treffen. Die erzielten Ergebnisse sind daher eine logische Folge des verbesserten Gesamtablaufs in der Fertigung. Dieser hat sich in der Tat verbessert. Denn bevor der Disponent das Planungswerkzeug zur Hand hatte, teilte er seine Aufträge, die zum Teil noch per Fax zu ihm flatterten, anhand der guten alten Stecktafel und unter Zuhilfenahme von Auftragskarten ein.

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