Schleifmaschinen-Premiere Schleifmaschine bearbeitet Pumpen- und Kompressorrotoren komplett

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der Jumat 6L 40-30 bietet Junker die weltweit erste Schleifmaschine an, die die Komplettbearbeitung von komplexen Rotorpaaren leisten kann. Weitere Features machen diese Aufgabe noch leichter...

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Junker beweist echten Pioniergeist, heißt es. Der Grund: die Schleifmaschine Jumat 6l 40-30 beherrscht die Komplettbearbeitung komplexer Rotorpaare. Junker gilt als bisher einziger Schleifmaschinenhersteller, der das anbietet. Hier ein Blick in den Arbeitsraum des Systems.
Junker beweist echten Pioniergeist, heißt es. Der Grund: die Schleifmaschine Jumat 6l 40-30 beherrscht die Komplettbearbeitung komplexer Rotorpaare. Junker gilt als bisher einziger Schleifmaschinenhersteller, der das anbietet. Hier ein Blick in den Arbeitsraum des Systems.
(Bild: Erwin Junker Maschinenfabrik)

Die Spezialisten der Erwin Junker Maschinenfabrik kombinierten dazu die einzelnen Bearbeitungsschritte von Rotorpaaren, heißt es weiter. Dabei sei es egal, ob diese vorgefertigt oder gegossen seinen – alle könnten mit nur einer Maschine bewältigt werden. Durch diese Möglichkeit zur Komplettbearbeitung auf der Jumat 6L 40-30 reduzieren sich natürlich die Nebenzeiten, wird der Bedienaufwand verringert, die Qualität der Bauteile verbessert und die Effizienz des Endprodukts im Einsatz gesteigert, verspricht Junker.

Die von Junker genannten Anwendungsfälle sind Rotorpaare für Luft- und Gaskompressoren sowie Expander, Vakuum- und Flüssigkeitspumpen. Mit der speziell dafür ausgestatteten Jumat 6L 40-30 können Rotoren mit einer Länge von 200 bis 650 mm und einem Umlaufdurchmesser von maximal 190 mm präzise bearbeitet werden.

Zeitsparer! Alle nötigen Bearbeitungsschritte in einer Maschine

Und so funktioniert's: Die Rotorenschleifmaschine bearbeitet die Werkstücke, vermisst sie und kompensiert Abweichungen zur Sollgeometrie – ohne Umspannen oder dem Einsatz anderer Systeme. Daraus resultiert eine so hohe Wiederholgenauigkeit, dass die Rotorpaare perfekt aufeinander abgestimmt sind, merkt Junker an. Die Schleifoperationen setzen sich durch das Schruppschleifen des Profils, das Schleifen der Außendurchmesser und das Planschultern im Quickpoint-Verfahren zusammen, gefolgt vom Schlichtschleifen des Schraubenprofils, informiert Junker. Als Zusatzoption ist es möglich das Werkstück danach noch in der selben Einspannung zu bürsten. Bei den Schleifspindelstöcken für das Quickpoint- und Profilschleifen sind ein automatisches, dynamisches Wuchtsystem sowie eine Anfahrsensorik eingebunden. Zur Erklärung: Schleifen mit Quickpoint-Funktion betrifft das Außen- und Rundschleifen, wobei das Schleifwerkzeug nur eine punktuelle Berührung mit dem Werkstück eingeht. Dazu wird ein nur wenige Millimeter breiter, sehr verschleißarmer CBN- oder Diamantschleifkörper genutzt, um von einer Kontaktlinie auf einen -punkt zu kommen, verrät Junker.

Kein Werkzeugausbau beim Umrüsten

Auch die vom Unternehmen als typische Junker-Qualitätsmerkmale bezeichneten Features, wie das durchdachte Bedienkonzept und das hoch stabile Maschinenbett läßt die Jumat 6L 40-30 nicht vermissen, heißt es. Wegen des automatischen Werkzeugwechslers, der maximal 20 verschiedene Werkzeuge fassen kann – inklusive einer selbstständigen Datenverwaltung – entfalle für den Bediener das manuelle Ein- beziehungsweise Ausbauen der Werkzeuge für das Profilschleifen während des Umrüstens. Das alles gibt es mit den passenden Kühl- und Freispüldüsen, sagt Junker.

Dem Maschinenkonzept hinzugefügt ist ein mit ein 3D-Messverfahren mit Scanner, das imstande ist Korrekturen ganz ohne externe Messmaschine zu ermitteln und die Bearbeitungsparameter in nur einem Arbeitsschritt optimieren kann, betont der Hersteller. Das Ergebnis ist ein stabiler, in sich geschlossener Prozess, der zu deutlich besseren Schleifergebnissen mit Profilformgenauigkeiten von derzeit ± 3 μm in der Praxis führt.

Deutlich schneller Schleifen, Messen und Korrigieren

Das System erlaube damit auch verschiedene Simulationen, wie zum Beispiel die des Verlaufs der Abrichtbahn und der dazugehörigen Diamantradgeometrie sowie einen Check in Sachen Auswirkung der Schleifscheibenprofil-Veränderungen auf das Werkstück. Bei bisher angewandten Schleifverfahren, erinnert Junker nochmals, mussten der Profil- und der Steigungsverlauf eines Werkstücks nach einem Durchgang erst auf einer Messmaschine ermittelt werden. Dann wurden die Korrekturen anhand des Messprotokolls eingelesen, und das Werkstück geschliffen.

Das Prozedere wurde dann solange wiederholt, bis das Bauteil der Sollgeometrie entsprach – dieser Aufwand ist Geschichte, so Junker. Und das neue Profilescan-Verfahren von Junker erlaubt außerdem ein deutlich schnelleres Schleifen, Messen und Korrigieren in der Einspannung, heißt es weiter. Zusätzlich lasse sich wertvolle Zeit einsparen, indem die keramisch gebundene CBN-Schleifscheibe entsprechend abgerichtet und das Werkstück ohne erneute Einspannung nochmals geschliffen wird. Das Scannen der Steigungsverläufe direkt in der Maschine optimiere nicht zuletzt den Rundlauf und vermeide mögliche Ein- und Auslauffehler bei individuellen Nuten, weil sie schnell kompensiert und korrigiert werden könnten.

Ladeportal optimiert das Teilehandling

Abgerundet hat Junker das Maschinenkonzept mit einem komplett integrierten, innenliegenden Ladeportal, welches das Werkstückhandling in der Maschine sowie die Übergabemöglichkeit der Fertigteile außerhalb der Maschine reibungslos übernimmt, heißt es. Der Portallader kann mit wenig Aufwand mittels Schnellverschluss auf neue Werkstückkonfiguration umgerüstet werden.

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