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Gesenkschmieden/Freiformschmieden/

Schmiedemanipulatoren brauchen Qualität

| Redakteur: Stéphane Itasse

Wo es laut und heiß ist, sind Schmiedemanipulatoren von Dango & Dienenthal Maschinenbau gefragt.
Wo es laut und heiß ist, sind Schmiedemanipulatoren von Dango & Dienenthal Maschinenbau gefragt. (Bild: Dango & Dienenthal Maschinenbau)

Hoch belastete Bauteile werden in vielen Fällen geschmiedet, um die nötigen mechanischen Eigenschaften zu erhalten. Neben den Pressen spielen dabei auch die Werkstückmanipulatoren eine wichtige Rolle.

Als Weltmarktführer für Manipulatoren, die in Freiform- und Gesenkschmieden oder in Ringwalzwerken zum Einsatz kommen, leistet Dango & Dienenthal Maschinenbau (DDS) mit Sitz in Siegen hierzu einen Beitrag. Beim Bau der tonnenschweren Hauptrahmen dieser Maschinen setzt DDS auf Jebens aus Korntal-Münchingen, einem laut eigener Mitteilung Spezialisten für große, schwere Brennteile, mechanische Bearbeitung und Schweißbaugruppen.

Schmiedemanipulatoren erreichen über 1000 t Gewicht

In den vergangenen zehn Jahren produzierte DDS 52 Manipulatoren mit einer Traglast von über 40 t, 24 davon sogar mit mehr als 100 t Traglast. Die Bandbreite der mobilen Schmiedemanipulatoren von DDS umfasst ein Traglastspektrum von 600 kg bis 150 t bei Lastmomenten von 1 bis 450 mt. Der größte von ihnen, 150 t Tragkraft und 450 mt Lastmoment, bringt 450 t Eigengewicht auf die Waage. Die schienengebundenen Schmiedemanipulatoren sind mit Tragkräften von 2 bis 250 t und Lastmomenten von 2 bis 900 mt nochmals stärker und schwerer. Das spiegelt sich auch in ihrem Gewicht wider: 1050 t wiegt die größte Variante. Während Schmiedemanipulatoren die Positionierung der Werkstücke unter Presse oder Hammer übernehmen, dienen Transportmanipulatoren zum Werkstücktransport zwischen Ofen und Umformaggregat. Ihre Größe reicht von Abmessungen eines Gabelstaplers bis zu 12 m langen, 4,2 m hohen und 3,6 m breiten Geräten mit 90 t Eigengewicht.

In staubigen und heißen Umgebungsbedingungen müssen alle Manipulatoren Prozesssicherheit gewährleisten. Beim Schmieden ist, sobald das Werkstück länger als der Ofen ist, der Point of no Return gekommen: Wenn es dann nicht fertig geschmiedet werden kann oder vorzeitig abkühlt, ist es Ausschuss. Mit Robustheit der Manipulatorkonstruktion, Dynamik der Antriebe sowie Präzision der Positionierung sichern sich die DDS-Maschinen ihre weltweit führende Rolle, heißt es in der Mitteilung. Patentierte Hebesysteme wie die Drei-Punkt-Aufhängung des Zangenträgers sorgen bei schienengebundenen Schmiedemanipulatoren für eine reproduzierbare Positioniergenauigkeit.

Dickbleche auch in S690-Güten auf Lager

Zusammen mit dem Kunden werden für jeden Anlagenauftrag die Anforderungen ermittelt. Hallenlayouts, Werkstück- und Pressendaten fließen in ein Lastenheft ein, auf dessen Basis das Konstruktionsbüro den Schmiedemanipulator mit Hydraulik, Pneumatik, Elektrik und Automatisierung entwickelt. Die dafür benötigten Brennteile und Schweißkonstruktionen werden zugekauft. Als Lieferant dieser Bauteile hat sich Jebens zum bevorzugten Partner von Dango & Dienenthal entwickelt. Ausschlaggebend für den Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2008 war das umfangreiche Blechlager für große, dicke Bleche. So hält Jebens in seinem Lager auch S690-Güten bereit. In der nächsten Phase der Zusammenarbeit fertigte Jebens für DDS über 2 m lange Zangenschenkel oder auch ein komplettes großes Drehantriebsgehäuse mit Stückgewichten von bis zu 35 t. So sprach das „Delta aus Preis, Qualität und Lieferzeit“ für Jan Nell, Einkaufsleiter bei Dango & Dienenthal, auch dafür, den Brennteilspezialisten mit dem Bau des Hauptrahmens für einen mobilen Transportmanipulator vom Typ MTM 600 zu beauftragen. Mit 16 t Tragkraft und einem Lastmoment von über 70 mt kommt diese Maschine bei Hitachi an einer Freiformschmiedepresse in Japan zum Einsatz.

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