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Werkstoff Stahl

Schmolz + Bickenbach erleidet fast 120 Mio. Euro Verlust im Quartal

| Autor: Stéphane Itasse

Nicht nur ein schwaches Geschäft, sondern auch hohe Abschreibungen belasten Schmolz + Bickenbach.
Nicht nur ein schwaches Geschäft, sondern auch hohe Abschreibungen belasten Schmolz + Bickenbach. (Bild: Schmolz + Bickenbach)

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Der Spezialstahlanbieter Schmolz + Bickenbach AG, Emmenbrücke, ist im zweiten Quartal 2015 durch hohe Abschreibungen auf den aufgegebenen Geschäftsbereich tief in die Verlustzone gerutscht. Zudem konnte das Unternehmen lauf eigener Mitteilung vom Dienstag in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld die guten Ergebniszahlen des Vorjahreszeitraums aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen nicht wiederholen.

Das EBITDA aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen sank um 17 % auf 58 Mio. Euro nach 69,9 Mio. Euro im zweiten Quartal 2014, wie es heißt. Das Ergebnis nach Steuern sei mit 10,3 Mio. Euro zwar hinter dem Vorjahresergebnis von 22,2 Mio. Euro zurückgeblieben, trotzdem sei auch im zweiten Quartal unter dem Strich ein Gewinn verzeichnet worden. Im Vergleich zum saisonal stärkeren ersten Quartal 2015 sei das EBITDA um 6,4 % gestiegen, während sich das Ergebnis nach Steuern aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen mehr als verfünffacht habe.

Bestellungen und Umsätze sinken bei Schmolz + Bickenbach

Im ersten Halbjahr 2015 war bei den Auftragseingängen ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert zu verzeichnen, wie Schmolz + Bickenbach weiter berichtet. So habe auch der zum 30. Juni 2015 erreichte Auftragsbestand von 476 kt unter den Werten zum 30. Juni 2014 (539 kt) und zum 31. Dezember 2014 (497 kt) gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal seien im zweiten Quartal 2015 der Absatz der fortzuführenden Geschäftsbereiche um 11 kt beziehungsweise 2,3 % auf 469 kt (zweites Quartal 2014: 480 kt) und die Umsatzerlöse um 15,9 Mio. Euro beziehungsweise 2,2 % auf 723,2 Mio. Euro (zweites Quartal 2014: EUR 739.1 Mio.) zurückgegangen.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 habe das Unternehmen beim Absatz einen Rückgang um 28 kt beziehungsweise 2,9 % auf 952 kt (erstes Halbjahr 2014: 980 kt) verzeichnet, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,4 Mio. Euro beziehungsweise 0,1 % auf 1,4889 Mrd. Euro (erstes Halbjahr 2014: 1,4875 Mrd. Euro) gestiegen sei.

EBITDA-Marge von Schmolz + Bickenbach sinkt im Halbjahresvergleich

Die prozentuale Bruttomarge der fortzuführenden Geschäftsbereiche habe sich im zweiten Quartal 2015 mit 38,2 % (zweites Quartal 2014: 38 %) und im ersten Halbjahr mit 37,7 % (erstes Halbjahr 2014: 36,9 %) gegenüber den Vergleichszeiträumen des Vorjahres verbessert, was hauptsächlich auf einen geringeren Anteil des Edelbaustahls am Produktmix zurückzuführen sei. Die EBITDA-Marge der fortzuführenden Geschäftsbereiche verbesserte sich laut Mitteilung zwar im zweiten Quartal 2015 mit 8,0 % (erstes Quartal 2015: 7,1 %) gegenüber dem Vorquartal; im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres (zweites Quartal 2014: 9,5 %) ergab sich jedoch ein Rückgang von 1,5 Prozentpunkten. Im Halbjahresvergleich sei die EBITDA-Marge von 8,8 % auf 7,6 % gesunken.

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