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Schmolz + Bickenbach fährt 122 Mio. Euro Verlust im ersten Quartal ein

| Autor: Stéphane Itasse

Der Spezialstahlanbieter Schmolz + Bickenbach AG hat im ersten Quartal 2015 laut eigener Mitteilung vom Dienstag die Ergebniszahlen des Vorjahresquartals nicht erreicht. Bedingt durch das negative Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs lag das Konzernergebnis bei –122,4 Mio. Euro, im ersten Quartal 2014 hatte der Schweizer Stahlkonzern noch ein Plus von 12,4 Mio. Euro erwirtschaftet.

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Der Schweizer Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach muss nach dem Verkauf von Geschäftsbereichen hohe Abschreibungen verkraften.
Der Schweizer Spezialstahlhersteller Schmolz + Bickenbach muss nach dem Verkauf von Geschäftsbereichen hohe Abschreibungen verkraften.
(Bild: Schmolz + Bickenbach)

Das EBITDA sank um 10,5 % auf 5,5 Mio. Euro (1. Quartal 2014: 60,9 Mio. Euro), wie es weiter heißt. Unter dem Strich sei ein geringfügig positives Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von 1,9 Mio. Euro verblieben (1. Quartal 2014: 11,3 Mio. Euro).

Aufträge für Schmolz + Bickenbach gehen zurück

Im ersten Quartal 2015 war sei den Auftragseingängen der fortzuführenden Geschäftsbereiche ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert zu verzeichnen gewesen. Der Auftragsbestand zum 31. März 2015 von 569 kt (31.3.2014: 571 kt) befand sich auf Vorjahresniveau und konnte im Vergleich zum Wert zum 31. Dezember 2014 (497 kt) um 14,5 % gesteigert werden, wie das Unternehmen berichtet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 musste Schmolz + Bickenbach laut Mitteilung beim Absatz der fortzuführenden Geschäftsbereiche einen Rückgang um 17 kt beziehungsweise 3,4 % auf 483 kt (1.1.–31.3.2014: 500 kt) hinnehmen, während der Umsatz um 17,3 Mio. Euro beziehungsweise 2,3 % auf 765,7 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 748,4 Mio. Euro) gesteigert werden konnte. Die im Gegensatz zum Absatz positive Umsatzentwicklung sei auf höhere durchschnittliche Erlöse zurückzuführen.

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Die prozentuale Bruttomarge der fortzuführenden Geschäftsbereiche sei im ersten Quartal mit 37,1 % (1. Quartal 2014: 35,9 %) im Vergleich zu den Vorjahreswerten deutlich verbessert worden. Das EBITDA der fortzuführenden Geschäftsbereiche habe im ersten Quartal 2015 mit 54,5 Mio. Euro (1. Quartal 2014: 60,9 Mio. Euro) um 10,5 % unter dem Vorjahreswert gelegen. Die EBITDA-Marge lag den Unternehmensangaben zufolge bei 7,1 % (1.1.–31.3.2014: 8,1 %). Das bereinigte EBITDA der fortzuführenden Geschäftsbereiche habe im ersten Quartal 2015 mit 56,4 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 62,6 Mio. Euro) um 6,2 Mio. Euro beziehungsweise 9,9 % unter dem Vorjahreswert gelegen. Die Ergebnisgrößen des ersten Quartals 2015 waren im Wesentlichen durch den Anstieg der Netto- Währungsverluste gegenüber dem Vergleichsquartal in Höhe von 8,5 Mio. Euro beeinflusst, wie es heißt.

Verbesserte Zinskonditionen verschaffen Schmolz + Bickenbach Luft

Durch verbesserte Zinskonditionen der im Juni 2014 abgeschlossenen Neufinanzierung konnte Schmolz + Bickenbach laut eigener Mitteilung den Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten der fortzuführenden Geschäftsbereiche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Mio. Euro beziehungsweise 34,2 % auf 9,8 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 14,9 Mio. Euro) senken. Unter Berücksichtigung negativer Effekte aus der Marktbewertung von Zins- und eingebetteten Derivaten habe das Unternehmen so den Netto-Finanzaufwand der fortzuführenden Geschäftsbereiche im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 2,6 Mio. Euro beziehungsweise 17,2 % auf 12,5 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 15,1 Mio. Euro) reduziert. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der fortzuführenden Geschäftsbereiche sei mit 9,0 Mio.Euro (1.1.–31.3.2014: 17,4 Mio. Euro) um 8,4 Mio. Euro beziehungsweise 48,3 % geringer als im Vorjahreszeitraum ausgefallen. Beim Nachsteuerergebnis aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen war laut Unternehmensangaben ein Rückgang um 9,4 Mio. Euro beziehungsweise 83,2 % auf 1,9 Mio.Euro (1.1.–31.3.2014: 11,3 Mio. Euro) zu verzeichnen. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft des aufgegebenen Geschäftsbereichs habe im ersten Quartal 2015 mit –0,6 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 1,1 Mio. Euro) um 1,7 Mio. Euro unter dem Wert des Vergleichszeitraums gelegen.

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 Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt