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Schmolz + Bickenbach fährt 122 Mio. Euro Verlust im ersten Quartal ein

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Hohe Abschreibungen auf Geschäftsbereiche drücken Schmolz + Bickenbach ins Minus

Im Rahmen der Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich war die Veräußerungsgruppe in ihrer Gesamtheit zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten, wie es heißt. Zum 31. März 2015 sei diese Bewertung auf Basis vorläufiger Kaufpreisermittlungen und Veräußerungskosten erfolgt und habe zu einem Wertberichtigungsbedarf von 123,7 Mio. Euro geführt. Der finale Kaufpreis werde auf Basis der Bilanzen der betreffenden Distributionseinheiten zum 30. April 2015 festgelegt. Insgesamt habe sich damit ein Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich von –124,3 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 1,1 Mio. Euro) ergeben.

Das Konzernergebnis (EAT), welches sich aus den Nachsteuerergebnissen der fortzuführenden und des aufgegebenen Geschäftsbereichs ergibt, lag laut Mitteilung mit –122,4 Mio. Euro (1.1.–31.3.2014: 12,4 Mio. Euro) um 134,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

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Schmolz + Bickenbach geht von weiterhin schwacher Stahlnachfrage aus

Entgegen der besseren Erwartung an die allgemeine Konjunkturlage haben sich die Aussichten für die Stahlnachfrage signifikant verschlechtert, wie Schmolz + Bickenbach weiter berichtet. In ihrer jüngsten Prognose für den Stahlverbrauch 2015 habe die World Steel Association die erwartete durchschnittliche Wachstumsrate für 2015 von 2,0 % auf 0,5 % nach unten revidiert, nachdem das tatsächliche Wachstum 2014 bereits schwächer als zunächst angenommen ausgefallen sei.

In der Detailbetrachtung zeige sich, dass insbesondere im asiatischen Markt, der mit Abstand den größten Stahlverbrauch in Tonnen aufweise (2014: 1016 Mio. t), das Wachstum weiter spürbar nachlasse. Für 2015 werde nunmehr nur noch ein Anstieg von 0,6 % (vorher: 1,4 %) erwartet. Der mit einem Stahlverbrauch von rund 150 Mio. t zweitgrößte Markt, die Europäische Union, dürfte nach einem guten Jahr 2014 (+4,5 %) 2015 nur noch um 2,1 % statt der vorher erwarteten 2,9 % wachsen. Im drittgrößten Markt, der Nafta, werde nach einem außergewöhnlichen Anstieg des Stahlverbrauchs von 11,3 % im Jahr 2014 für 2015 sogar mit einem Rückgang um 0,9 % gerechnet.

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 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

, MM MaschinenMarkt