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Stahl

Schmolz+Bickenbach ist zurück auf Erfolgskurs

29.03.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Für den Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat sich die Nachfrage normalisiert. Bild: Schmolz+Bickenbach
Für den Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat sich die Nachfrage normalisiert. Bild: Schmolz+Bickenbach

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Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach AG, Emmenbrücke/Düsseldorf, hat im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Krisenjahr 2009 eine markante Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Der Umsatz erreichte 3,119 Mrd. Euro (2009: 2,052 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis konnte auf 38,6 Mio. Euro (2009: –276 Mio. Euro) gesteigert werden.

Das Betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 414 Mio. auf 232,9 Mio. Euro (2009: –181,1 Mio. Euro), was einer Marge von rund 7.5% entspricht, und das EBIT auf 121,9 Mio. Euro beziehungsweise rund 4% (2009: –288,2 Mio. Euro). Nachdem die Lagerabbaumaßnahmen bei den Kunden Ende 2009 weitgehend abgeschlossen waren, kehrte das Bestellverhalten ab dem ersten Quartal 2010 wieder zur Normalität zurück. Zusätzlich stellte sich eine spürbare Erholung der Konjunktur ein.

Schmolz+Bickenbach hat vereinzelt Lieferengpässe

Dies führte in der Folge zu massiv höheren Bestell- und Abliefermengen sowie steigenden Auftragsbeständen. Diese war zuerst spürbar in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Sukzessive folgten die übrigen wichtigen Marktsegmente Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau, Hydraulik, Lkw-Fertigung sowie Energiegewinnung und Energieerzeugung. In der Folge erhöhten sich die Abliefermengen und die Auftragsbestände, in Einzelfällen kam es sogar zu Lieferengpässen.

Schmolz+Bickenbach hat zur Bewältigung des gestiegenen Auftragsvolumens auch wieder zeit- beziehungsweise Leiharbeiter eingestellt. Die in der Krise getroffene Entscheidung, die Stammbelegschaft möglichst zu halten und die Auftragsrückgänge durch Kurzarbeit aufzufangen, hat sich bewährt. Das Unternehmen hat damit das Know-how nicht verloren und war in der Lage, rasch auf die verbesserte Marktsituation zu reagieren.

Schmnolz+Bickenbach kann zahlreiche Preiserhöhungen durchsetzen

Die umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen trugen deutlich zur Verbesserung der Ergebnissituation bei. Auf der Marktseite konnten zahlreiche Preiserhöhungen umgesetzt werden.

Die gute Auftragslage der Produktions-, Verarbeitungs- und Distributionsbetriebe hält auch in den ersten Monaten 2011 an. Die Auslastung der Werke liegt auf einem hohen Niveau. Aufgrund der robusten Entwicklung der Hauptabnehmermärkte sowie dem weiterhin sehr guten Bestelleingang geht Schmolz+Bickenbach davon aus, das Ergebnis 2011 nochmals zu verbessern.

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