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Newton Innovation Schnappverbindungen ohne Haken mittels Laserschneiden

| Autor/ Redakteur: Gerrit Newton / M.A. Frauke Finus

Newton Innovations bietet Schnappverbindungen, die mithilfe des Laserschneidens einfach Blech und Rohr fügen können.

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Schon lange werden in der Kunststoffverarbeitung Schnappverbindungen zum Fügen eingesetzt. Newton Innovations macht Schnappverbindungen mithilfe des Laserschneidens jetzt auch einfach für Blech und Rohr verfügbar.
Schon lange werden in der Kunststoffverarbeitung Schnappverbindungen zum Fügen eingesetzt. Newton Innovations macht Schnappverbindungen mithilfe des Laserschneidens jetzt auch einfach für Blech und Rohr verfügbar.
(Bild: Newton Innovations)

Im Beitrag Blechteile mit Haken ermöglichen eine Schnappverbindung, der im April 2019 erschienen ist, wurden Schnappverbindungen vorgestellt, die mit federnden Laschen dafür sorgen, das Blech- und Rohrteile, die mit Haken verbunden sind, nicht unbeabsichtigt auseinandergebracht werden können. Damals wurden Verbindungen angekündigt, die mit einem 2,5D- oder 3D-Laserkopf geschnitten werden sollen. So sollte es möglich werden, die nach hinten herausragenden Haken weg zu konstruieren. In Zusammenarbeit von Newton Innovations mit dem Unternehmen 3Dtec, einem Laseranwender aus den Niederlanden, sind nun erste Erfolge zu verzeichnen.

Schwalbenschwanzverbindung fürs Blech

Der Schachzug eine schräge Kante ins Blech zu schneiden, ermöglicht die Bildung einer aus der Schreinerei bekannten Schwalbenschwanzverbindung (SSV). Sieben verschiedene Blech-Blech-, und vier verschiedene Blech-Rohr-Verbindungen sind realisiert. Verschieden Rohr-Rohr-Verbindungen haben die Entwickler von Newton Innovations als nächstes auf dem Plan.

Soll die Verbindung außerdem geschweißt werden, ist es ein Vorteil der 3D-Methode, dass vorher nicht (ab)geschliffen werden muss. Wenn die schräge Kante als Keil benutzt wird, können Teile mit einer reinen Schubbewegung zueinander verbunden werden.

Möglichkeiten:

1. Eine Einschubschräge kann mit einem Schwalbenschwanz kombiniert werden. Da die Einschubschräge von 30° über die Blechdicke von 1,5 mm die mögliche Breite der Überlappung des Schwalbenschwanzes vorgibt. Durch abgerundete Ecken am Schwalbenschwanz bemisst die „Tragebreite“ nur zirka 0,5 mm, weswegen „Fixiernasen“ benutzt werden, um ein seitliches Ausrutschen des Schwalbenschwanzes zu verhindern.

2. Eine Konstruktion ineinander drehbare „Finger“ gibt es auch in der „geraden“ Ausführung. Für die Passung sollten beide Teile mit einem Schnitt gelasert werden. In einer „geraden“ Version dieses Prinzips sind „Rasternasen“ eingearbeitet, die in verschiedene Positionen in den entgegengesetzte Mulden einrasten.

3. Eine SSV-Kombination kann benutzt werden, um ein Nicht-Blechteil zu montieren. Zwei kleine „Öhrchen, die eine verriegelnde Wirkung haben, verhindern, dass das Einschubteil unbeabsichtigt herausfällt. Entriegelt wird, indem das Einschubteil in der Nähe der Biegung nach oben gedrückt wird.

4. Um ein Rohr zu befestigen, wird es im Blech gedreht, um die federnden „Finger“ zu spannen und einschnappen zu lassen.

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