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Getriebemotoren Schneckengetriebemotoren werden kundenspezifisch angepasst

| Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Getriebemotoren-Anwender haben oft sehr unterschiedliche Wünsche aufgrund der geforderten Maschinen- und Anlagenkonfiguration. Oft sind diese für die Anbieter dann Impulsgeber für eine sinnvolle Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte.

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Der Schneckengetriebemotor SN 6 FH als Aufsteckvariante mit Flansch (B5 oder B14) und Hohlwelle ermöglicht mit seinen unterschiedlichen Getriebeuntersetzungen Abtriebsdrehzahlen zwischen 0,9 und 56 min-1.Bild: Ruhrgetriebe
Der Schneckengetriebemotor SN 6 FH als Aufsteckvariante mit Flansch (B5 oder B14) und Hohlwelle ermöglicht mit seinen unterschiedlichen Getriebeuntersetzungen Abtriebsdrehzahlen zwischen 0,9 und 56 min-1.Bild: Ruhrgetriebe
( Archiv: Vogel Business Media )

In einem Fall war ein langjähriger Kunde der RGM Ruhrgetriebe KG, die Ruhr Rhein-Nadel Automation, Impulsgeber für eine sinnvolle Produktweiterentwicklung. Er liefert Zuführtechnik auf Basis aller gängigen Teileförderer wie Schwing-, Zentrifugal-, Stufen-, Linear-, Flächen- und Steilförderer sowie Förderbänder und Bunkersysteme.

Im diesem Fall handelte es sich um Bunker-Förderbänder zur Bevorratung von Werkstücken mit einem Füllvolumen zwischen 5 und 200 l, die mit Schneckengetriebemotoren in Drehstrom- und Wechselstromausführung von Ruhrgetriebe bestückt sind. Dort jedoch war die Transportgeschwindigkeit des einstufigen Schneckengetriebes für das Bunker-Förderband zu hoch, um die Werkstücke dosiert in die Sortiertöpfe zu füllen.

Ingenieure von Ruhrgetriebe entwickeln Prototypen

Um die Zuführung des Stückgutes zu präzisieren, musste schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden. Aus dem bestehenden Produktangebot konnte der Getriebemotorenfertiger seinen Kunden nicht bedienen. Jedoch fand die Entwicklungsabteilung nach kurzer Problemanalyse einen Schneckengetriebemotor im Sortiment, der auf die besonderen Belange des Kunden angepasst werden konnte. Die Leistung des Motors stimmte, doch Bauform und Ausgangswelle mussten modifiziert werden.

Daraufhin entwickelten die Ingenieure von Ruhrgetriebe einen Prototypen: einen zweistufigen Schneckengetriebemotor als Aufsteckvariante mit Flansch (B14) und Hohlwelle für eine direkte Verbindung und einer Geschwindigkeit von nur 0,9 im Vergleich zu 14 min–1 beim Basismotor. Nach einer Testphase beim Hersteller und Kunden, konnte mit der Serienproduktion gestartet werden.

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