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Spannsysteme Schnellspannfutter erlaubt wirtschaflicheres Werkzeugschärfen

| Autor / Redakteur: Tilo Michal / Peter Königsreuther

Gut zupacken können, flexibel im Einsatz und hochpräzise soll der sogenannte „µGrind booster“ der GDS Präzisionszerspanungs GmbH sein. Was das System leistet, hat die Linner Group erfahren dürfen...

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Hochflexibel anwendbar ist das besondere Präzisionsspannfutter „µGrind booster“ von GDS. Bei der Linner Group hat sich das System nun in der Praxis bewährt...
Hochflexibel anwendbar ist das besondere Präzisionsspannfutter „µGrind booster“ von GDS. Bei der Linner Group hat sich das System nun in der Praxis bewährt...
(Bild: Linner Group)

Genauer gesagt, handelt es sich beim „µGrind booster“ um ein sehr flexibel einsetzbares Präzision-Schnellspannfutter, das auf dem bereits existierenden Schnellspannfutter „µGrind“ von GDS basiert. Und Flexibilität ist auch ganz oben auf der Liste, wenn es um die Fertigung in der Linner Group aus der Hallertau geht. Bewiesen hat man das bei der raschen Umstellung eines Teils der Produktion auf das Nähen von Schutzmasken gegen den Coronavirus. Rund 150.000 Stück davon fertigt die Linner Group momentan wöchentlich. Der Mittelständler ist übrigens in die Bereiche Werkzeugfabrik und Elektronik aufgeteilt. Der Geschäftsführer Ludwik Linner merkt an: „Wir erhalten immer wieder Aufträge mit kleinen Stückzahlen zum Nachschärfen von Werkzeugen und zur Anfertigung von Sonderwerkzeugen. Deshalb müssen wir auch kleine Losgrößen wirtschaftlich herstellen können. Spontanität und kurze Rüstzeiten helfen uns dabei.“

Integrierte Hydraulik verstärkt die Spannkraft

Weil man mit den Spannwerkzeugen von GDS gut vertraut ist, hat sich Linner auch zur Anschaffung des „µGrind booster“ entschieden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Linner auf Nachhaltigkeit Wert legt. GDS-Spannsysteme überzeugen deshalb wegen der lebenslangen Garantie, die der Hersteller gibt. Die einmal angeschafften Spannwerkzeuge seien folglich lange einsetzbar, was sich auch betriebswirtschaftlich positiv und durchaus spürbar auswirke.

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Das Schnellspannfutter „µGrind booster“ stellt außerdem ein echtes Novum dar! Das Besondere ist die im hinteren Teil des Systems integrierte Hydraulikeinheit. Sie verstärkt die Druckkraft des Maschinenzylinders. Das, erklärt GDS, macht es möglich, das Schnellspannfutter auch auf älteren Maschinen zu nutzen und auf Anlagen, die sonst nur relativ geringe Kräfte erreichen. Genau diese Spanndruckerhöhung war für Linner ein Hauptargument dafür, das System in der Praxis zu erleben.

Der Booster hinterlässt positive Eindrücke:

Deshalb ist die GDS-Service und R&D Leiterin Evrin Kocak in die Hallertau gereist, um vor Ort unter Linner-Produktionsbedingungen das Spannwerkzeug auf Herz und Nieren zu testen. Konkret ging es um Fräswerkzeuge für den Nachschliff und die Produktion im Durchmesserbereich von 6 bis 20 mm. Diese sollten außerdem auf einer neuen 5-Achs-CNC-Werkzeugmaschine gefertigt werden.

„Wir müssen hier praktisch minutenschnell auf einen neuen Auftrag umschalten, und dabei das Spannmittel im Mikrometerbereich rasch nachjustieren können. Natürlich müssen die Oberflächengüte, die Form und die Maßhaltigkeit der Werkzeugschneide konstant bleiben“, betont Hans Kronawitter, Meister im Segment Zerspanungswerkzeuge, bei der Linner Group. Das „µGrind booster“ hat dabei mit kurzen Rüstzeiten, exakter Ausrichtbarkeit mit zwei Messuhren, gleichbleibend hoher Genauigkeit und stets reproduzierbaren Schleifoperationen überzeugen können. Das überrascht nicht unbedingt, denn das GDS-Präzisionsspannmittel erfüllte die Anforderungen ohne Probleme deshalb, weil es eben für Präzisionsarbeit im Bereich von 0,002 mm konzipiert ist.

Kein Problem im Falle eines Maschinenwechsels

Der Anwender kann das „µGrind booster“ faktisch auf jeder gängigen Maschine implementieren – unabhängig davon, ob sie pneumatisch oder hydraulisch angetrieben ist, merkt Kocak dazu an.

Diese Flexibilität gehört nicht zuletzt zur Grundidee des Spannsystems. Auch bei einem Wechsel des Maschinenherstellers bleibt das Schnellspannfutter deshalb einsetzbar, wodurch die Nachhaltigkeitsaspekte noch prägnanter werden.

Im Falle eines Maschinenwechsels, wird lediglich der Adapterflansch ausgetauscht, der von GDS nach Kundenanforderung entwickelt, konstruiert und gefertigt. Dies gilt als eine Option für Unternehmen, die mit ihrem Rüstzeug immer flexibel bleiben wollen, auch wenn nicht gleich auf die Produktion von Anti-Corona-Masken umgestellt werde.

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