Schubkette Schubkette macht in der Aufzugstechnik mobil

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Der Fördersystemhersteller Serapid ist seit über 40 Jahren am Markt erfolgreich und insbesondere im industriellen Schwerlasthandling aktiv, in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik, in der Medizintechnik und seit einigen Jahren auch in der Gebäudetechnik. Hier geht es vor allem um Lasten- und Personenaufzüge, etwa zum Be- und Entladen von Containerfahrzeugen, für Pkw-Parkanlagen oder für Servicearbeiten.

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Kabinenlift mit Linklift Antriebssystem.
Kabinenlift mit Linklift Antriebssystem.
(Bild: Serapid)

Alle Serapid-Fördersysteme arbeiten mit der vom Hersteller selbst entwickelten und gepflegten Technik der „starren Schubkette“. Sie ist für die Anwendung in den verschiedenen Marktsegmenten immer weiter optimiert, modifiziert und in neue Typen diversifiziert worden. Heute dient sie für die horizontale wie die vertikale Bewegung und deckt Lasten vom Kilogramm- bis in den Tonnenbereich ab. Für die Aufzugstechnik stehen mit den, nun auch nach EN81-20/50 und Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU zertifizierten, Schubkettentypen Linklift und Vertical Linearbeam leistungsfähige und zuverlässige Antriebssysteme zur Verfügung.

Die Schubkette arbeitet rein mechanisch als Bewegungsaktuator, indem sich ihre speziell geformten Glieder unter Einwirkung der Antriebskraft zu einem Triebstock formieren, der die Last vorwärts schiebt oder nach oben drückt. Der nicht belastete, passive Teil der Kette, der noch auszufahren ist oder wieder zurückläuft, bleibt flexibel, lässt sich aufwickeln und sehr kompakt speichern. Hierin liegt einer der entscheidenden Vorteile gegenüber anderen Fördertechniken.

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Es ist kein Rückzugsraum und damit auch keine Tunnelbohrung erforderlich. Die kompakten Einbaumaße erlauben erhebliche Einsparungen bei der Schachtdimensionierung in neu geplanten Gebäuden und erleichtern die Installation in bestehenden Umgebungen. Der ausgefahrene Aktuator benötigt andererseits keine seitlichen Haltevorrichtungen, um die Last an einer beliebigen Position des Hubwegs zu halten. Die Last liegt auf der im Antriebsgehäuse arretierten Hubsäule auf. Ein vertikales Nachfedern ist nicht möglich. Im Wesentlichen wird dabei nur die Liftbasis – in der Regel also der Schachtboden – belastet, Gebäudestrukturen werden nicht oder nur gering beansprucht. So sind auch dann noch einfache Lösungen möglich, wenn es für andere Antriebstechniken schwierig wird. Hinzu kommen weitere Vorteile wie Wiederholgenauigkeit, Robustheit und ein geringer Wartungsbedarf. Die Energieeffizienz liegt, je nach Anwendung, bei umweltfreundlichen 80 bis 90 %.

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