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German Reprap Schuh-Designer aus Venedig setzen jetzt auf additive Fertigungssysteme

| Redakteur: Peter Königsreuther

German Repraps italienischer Vertriebspartner „3DZ“ hat das FFlab jetzt mit 3D-Druckern und den entsprechenden Scannern versorgt, um die venezianische Schuh-Tradition in die Moderne zu führen. Das Labor wird sich damit nun auf Forschung, Training und die Herstellung von Prototypen fokussieren.

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German Repraps italienischer Vertriebspartner „3DZ“ versorgt das Labor der Hochschule für Fußbekleidung (Footwear Polytechnic) mit 3D Druckern und den entsprechenden Scannern. Das FF Labor werde sich damit nun auf Forschung, Training und die Herstellung von neu designten Schuh-Prototypen fokussieren.
German Repraps italienischer Vertriebspartner „3DZ“ versorgt das Labor der Hochschule für Fußbekleidung (Footwear Polytechnic) mit 3D Druckern und den entsprechenden Scannern. Das FF Labor werde sich damit nun auf Forschung, Training und die Herstellung von neu designten Schuh-Prototypen fokussieren.
(Bild: German Reprap)

Im September 2016 gründete die Schuhfachhochschule „Riviera del Brenta, institute of excellence in the footwear industry“, das FFlab, heißt es – ein digitales Labor mit Spezialisierung auf neuste 3D Druck- und Scannertechnik. Die Schule wurde 2001 in der langen Tradition der Brenta Schuhmacher gegründet die, wie es weiter heißt, ihre Wurzeln in den Schuhmachern der ersten Bruderschaft der Caqlegheri im Venedig des 13. Jahrhundert haben.

1898 gründete der Unternehmer Luigi Voltan in Stra, einer Provinz von Venedig, die erste große Schuhfabrik in der Umgebung. Von dort aus habe sich dann stetig das heutige Zentrum der Fußbekleidungsherstellung entwickelt. Hier entstand 1923 auch die Hochschule für Design von Kunst und Handwerk die sich der Ausbildung von Designern, Modellbauern und Technikern von Schuhen verschrieben hat. Die Hochschule führe traditionelles Wissen weiter und erweitere dieses durch eigene Forschung.

Der Schuster verlässt vielleicht doch seine Leisten

Nun haben die Entscheider in ein „Rapid Prototyping“- Labor und das FFLab investiert, um Unternehmen neue Produktentwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, sagt German Reprap. Alice Marcato, Bioingenieurin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und Managerin des FFlab erklärt: „Prototyping eignet sich vor allem für die Einzelteile die den Schuh zusammensetzen wie Gestalt, Einlagen, Sohlen, Absätze und Accessoires. Dieses lassen sich so in verkürzter Zeit herstellen.“ Grundsätzlich gebe es zwei Methoden zu Erstellung von Schuhwerk mittels 3D-Drucker: so können zum einen im Labor der Hochschule die Komponenten der Schuhe digital, mithilfe von 3D CAD Technologie designend und dann mit dem durch 3DZ zur Verfügung gestellten 3D Drucker „German Reprap X400 PRO V3“ ausgedruckt werden. Und zum anderen könne eine zweite Methode namens „reverse engineering“ eingesetzt werden, bei der durch einen 3D-Scan ein physisches Modell in eine CAD-Datei digitalisiert und anschließend nach Bedarf editiert und gedruckt werden könne. Diese (für Schuhdesigner) neue Technologien, die den FFlab-Besuchern zur Verfügung stehen, erlauben es der Hochschule nun auch spezielle Ansprüche und Bedürfnisse von Unternehmen und Kunden zu bedienen, heißt es.

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