Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Pressen

Schuler erhöht seine Ergebnisprognose

| Redakteur: Stéphane Itasse

Weil Maschinen von Schuler derzeit so gefragt sind und die Kosten gesenkt wurden, kann das Unternehmen seine Ergebnisprognose erhöhen.
Bildergalerie: 1 Bild
Weil Maschinen von Schuler derzeit so gefragt sind und die Kosten gesenkt wurden, kann das Unternehmen seine Ergebnisprognose erhöhen. (Bild: Schuler)

Aufgrund guter Auftragslage und positiver Einmaleffekte aus dem Konzernumbau hat die Schuler AG, Göppingen, ihre Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2014 angehoben. Der Pressenhersteller erwartet einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und immateriellen Abschreibungen (Ebita) von 8,5 % vom Umsatz. Bislang lag die Prognose bei einer Ebita-Marge von 7 % bis 8 %.

Insgesamt verbuchte der Anlagenbauer laut eigener Mitteilung in den ersten neun Monaten Auftragseingänge von 916,3 Mio. Euro, 10,6 % mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Bestellungen aus Asien verdoppelten sich unter anderem auch durch einen Großauftrag aus China, der zugleich einer der größten Aufträge in der 175-jährigen Unternehmensgeschichte war. „Unsere 2011 eingeleitete Strategie, die gesamte Wertschöpfung in China deutlich auszubauen, zahlt sich aus“, sagte der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert.

Umsatz von Schuler in den ersten drei Quartalen 2014 noch rückläufig

Im Umsatz soll sich der Bestellzuwachs aufgrund der im Maschinenbau typischen Durchlaufzeiten erst ab 2015 auswirken. Von Januar bis September 2014 lag der Umsatz mit 836,6 Mio. Euro um 7,7 % zurück, wie es heißt. Auch das operative Betriebsergebnis (EBITA) sei mit 69,1 Mio. Euro beziehungsweise einer EBITA-Marge von 8,3 % unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert geblieben.

Für das Schlussquartal erwartet Schuler im Vergleich zu den Vorquartalen einen Umsatzanstieg und Ergebnisverbesserungen. Diese resultierten sowohl aus dem operativen Geschäft als auch durch positive Einmaleffekte aus der Auflösung von Rückstellungen, die in diesem Jahr nicht mehr benötigt würden. 2013 hatte Schuler angekündigt, seine Strukturen zu straffen und 350 Arbeitsplätze abzubauen. Das Effizienzsteigerungsprogramm sei mittlerweile weitgehend umgesetzt.

Der Pressenhersteller bestätigte seine erst im August 2014 angehobene Umsatzprognose zwischen 1,1 und 1,2 Mrd. Euro. „Der um 3 % auf 1,12 Mrd. Euro gestiegene Auftragsbestand und die gute Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere für 2014 gesteckten Ziele erreichen werden“, sagte Klebert.

Cashflow von Schuler dreht deutlich ins Plus

Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen positiven operativen Cashflow von 84,7 Mio. Euro nach -16,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie es heißt. Der Anstieg gehe größtenteils auf den verstärkten Abbau des Netto-Umlaufvermögens zurück. Der Netto-Finanzstatus erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 202,2 Mio. Euro auf 345,9 Mio. Euro. Das Eigenkapital habe aufgrund der Ertragsentwicklung auf 321,3 Mio. Euro zugenommen. Die Eigenkapitalquote betrage 29,3 %.

Ende September 2014 beschäftigte Schuler weltweit 5483 Mitarbeiter. Dies sind 1,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum, verteilt auf nahezu alle Regionen mit Ausnahme Asiens. Dort sei die Zahl der Mitarbeiter gestiegen.

Im vergangenen Jahr hatte Schuler im chinesischen Dalian die Produktionsfläche verdreifacht, nun komme mit Tianjin ein weiterer Standort ebenfalls im Nordosten des Landes hinzu. Dort errichtet Schuler für zehn Mio. Euro bis Mitte 2015 ein neues Vorführzentrum. Es wird eines von insgesamt acht Schuler Tech-Centern sein, die der Konzern weltweit installiert. „Diese Tech-Center sind im Gegensatz zu Messen ganzjährig geöffnet, und dort lassen sich Beratung und Versuche kundenindividuell durchführen“, erläuterte Stefan Klebert. Tech-Center existierten bereits an den deutschen Standorten Erfurt, Gemmingen, Göppingen und Heßdorf sowie in den USA.

In Göppingen soll außerdem bis Ende nächsten Jahres ein Hot-Stamping-Tech-Center in Betrieb gehen, das auch für Trainings- und Forschungs-Zwecke zum Thema Formhärten hochfester Stähle dienen soll.

Die Schuler-Konzernkennzahlen nach IFRS

01.01. - 30.09.2014 01.01. - 30.09.2013
Umsatz Mio. Euro 836,6 906,8
Auftragseingang Mio. Euro 916,3 828,7
Auftragsbestand* Mio. Euro 1.120,8 1.120,8
Ebita Mio. Euro 69,1 80,3
Ebit Mio. Euro 67,8 78,3
Ebt Mio. Euro 65,7 72,3
Konzernergebnis Mio. Euro 44,7 49,8
Ebita-Marge % 8,3 8,9
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. Euro 84,7 -16,5
Bilanzsumme* Mio. Euro 1.096,3 997,3
Eigenkapital* Mio. Euro 312,3 302,0
Eigenkapitalquote* % 29,3 30,3
Nettofinanzstatus* Mio. Euro 345,9 202,2
Mitarbeiter inklusive Auszubildende* 5483 5.580
* Stand 30.09.2014

Hier finden Sie den kompletten 9-Monats-Bericht von Schuler

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43071272 / Umformtechnik)

Themen-Newsletter Produktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

Landshuter Leichtbau-Colloquium

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

15.03.19 - Auch Berlin hat es begriffen: Der Leichtbau eröffnet neue technische Möglichkeiten. Ministerialrat Werner Loscheider vom Bundeswirtschaftsministerium bezeichnete ihn deshalb auf dem 9. Landshuter Leichtbau-Colloquium (LLC) als „Gamechanger“. lesen

Das erste vernetzte Roboter-Exoskelett für IIOT

Hannover Messe 2019

Das erste vernetzte Roboter-Exoskelett für IIOT

20.03.19 - German Bionic präsentiert in Hannover unter anderem das erste Roboter-Exoskelett für das industrielle IoT sowie die dritte Generation des Cray X. lesen

ADI – leichter als Aluminium, härter als Stahl

Metall

ADI – leichter als Aluminium, härter als Stahl

13.03.19 - Seit Jahrzehnten stehen Bauteile aus Aluminium, Titan oder Magnesium für eine Gewichtsoptimierung anspruchsvoller Konstruktionsbauteile. ADI könnte das ändern. lesen