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Engel auf der Fakuma 2018 Schutz und Trutz schafft Sicherheit beim Spritzgießen

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit seiner neu entwickelten Schutzumwehrung nach EN ISO 14120 biete Engel ein deutliches Plus an Sicherheit. Darüber hinaus ermöglicht das modulare Konzept eine besonders einfache Konfiguration, heißt es. Außerdem gibt es mit der CC300 eine neu definierte Mensch-Maschine-Schnittstelle.

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Die neue modulare Schutzumwehrung nach EN ISO 14120 erhöht nach Aussage des Fakuma-Ausstellers Engel die Sicherheit in der Fertigung. Halle A5 am Stand 5204.
Die neue modulare Schutzumwehrung nach EN ISO 14120 erhöht nach Aussage des Fakuma-Ausstellers Engel die Sicherheit in der Fertigung. Halle A5 am Stand 5204.
(Bild: Engel)

Engels neuartige Schutzumhausung soll außerdem besonders leicht montierbar sein. Die EN ISO 14120 „Sicherheit von Maschinen – Trennende Schutzeinrichtungen – Allgemeine Anforderungen an Gestaltung und Bau von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen“ legt laut Aussage von Engel in puncto Anforderungen im Vergleich zur Vorgängernorm EN 953 noch einmal einen Zahn zu. Vor allem die Belastungsfähigkeit von außen werde darin konkret definiert. Im Pendeltest müsse eine brauchbare Schutzumwehrung nun einem 90 kg schweren Sandsack standhalten.

Modular und pflegeleicht umhaust

Bei der Entwicklung der neuen Schutzumwehrung, so Engel, hat man nicht nur die Anforderungen der neuen Norm sicher zu erfüllen zum Ziel gehabt, sondern darüber hinaus wollte man für die Anwender ein flexibleres System schaffen. Das Ergebnis ist nun ein modularer Baukasten mit einer umfangreichen Auswahl an Schutzpaneelen und Funktionselementen, wie Durchbrüche, Schaltschränke, Kabelkanäle, Dreh- und Schiebetüren, erklärt Engel. Auch individuelle Layouts ließen sich damit kosteneffizient aufbauen. Auch könne die neue Lösung jederzeit an sich verändernde Anforderungen angepasst und erweitert werden. In vielen Fällen reicht eine Person aus, betont Engel, um die Schutzumwehrung dennoch in kurzer Zeit zu montieren.

Um die Wartung und Instandhaltung zu vereinfachen, wurde der elektrotechnische Bereich optimiert. Die Elektronik der Schutztüren beispielsweise sitzt nicht länger in den Türrahmen, sondern in leicht zugänglichen Tür-Anschlussboxen. Die neue TÜV-geprüfte Schutzumwehrung wird standardmäßig sowohl für einzelne Spritzgießmaschinen mit Förderband als auch integrierte und automatisierte Fertigungszellen angeboten, sagt Engel. Sie sei konsequent im durchgehenden und funktionalen Engel-Design gestaltet und ließe sich sehr leicht reinigen. In Verbindung mit einem Optionspaket erfüllt die leistungsstarke Schutzumwehrung auch die Anforderungen der Reinraumproduktion, so Engel.

Steuerungstechnische Fortschritte

Mit der CC300 habe die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine neu definiert. Die Steuerung macht die Anwendung von Spritzgießmaschinen und integrierten Systemlösungen noch effizienter, komfortabler und sicherer, heißt es. Zu ihrem fünfjährigen Jubiläum präsentiere sich die Engel-Steuerung mit einem weiterentwickelten Bedienkonzept und neuen Funktionen, um den steigenden Anforderungen und der Komplexität in der Arbeitspraxis zu genügen.

Viele Verbesserungen und Innovationen seien von Kunden angestoßen worden, zum Beispiel, dass auf der Startseite alle Komponenten und Aufgaben übersichtlich zusammengefasst seien. Komponenten, wie Spritzeinheit, und Aufgaben, wie zum Beispiel Umrüsten, werden laut Engel besonders häufig als Einstieg in die Steuerung genutzt. Aufgrund der neuen Anordnung auf einer gemeinsamen Seite könne der Maschinenbediener jetzt noch schneller zwischen Aufgaben und Komponenten wechseln. Die Produktions- und Systemeinstellungsseiten lassen sich – in Anlehnung an die Vorgängersteuerung CC200 – von jeder beliebigen Seite aus per Wischgesten vom linken respektive rechten Bildschirmrand aus öffnen, was den Umstieg von der CC200 auf die CC300 vereinfacht, erklärt Engel.

Auch für eine Robotersteuerung ausgelegt

Smartphones dienten, wie es weiter heißt, bei der Entwicklung der CC300 von Beginn an als Vorbild für die Bedienoberfläche. Die jüngsten Optimierungen sollen das einmal mehr verdeutlichen: So ließen sich im neuen Release „Favoriten“ sehr leicht und schnell anlegen und bearbeiten. Sie stehen in der ersten Zeile und sind damit immer im Fokus des Anwenders, wie Engel erklärt. Damit man sich besser orientieren kann, gibt es die neue Breadcrumb-Navigation. Breadcrumb bedeutet, dass der komplette Navigationspfad abgebildet wird, erklären die Experten. Der Nutzer sehe so jederzeit, auf welcher Ebene er sich tummle und könne zielgerichtet in eine beliebige andere Ebene wechseln. Auch stehen der Home- und der Zurück-Button als feste Seitenelemente zur Verfügung, merkt Engel an.

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Um über das Gesamtsystem ein einheitliches Look-and-Feel und eine einheitliche Bedienlogik zu erreichen, hat Engel die RC300 Robotersteuerung als ein Bestandteil der CC300-Maschinensteuerung konzipiert. Mit der neuen Steuerungsversion kann der Anlagenbediener auf den Produktions- und Systemeinstellungsseiten am Bedienpanel der Maschine über eine Filterfunktion entscheiden, ob er die Maschinen- und Roboterelemente gleichzeitig oder nur die Elemente der Maschine beziehungsweise des Roboters angezeigt bekommen möchte. Die Übersicht werde dadurch weiter erhöht.

Steuerung kann praktisch kennen gelernt werden

Mit Tutorials, die direkt in der CC300-Steuerung und damit direkt am Arbeitsplatz angeboten werden, markiere Engel auf der Fakuma 2018 einen weiteren großen Entwicklungsschritt. Das Ziel dieser Schnellkurse ist es, den Anlagenbediener dabei zu unterstützen, das volle Potenzial der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen auszuschöpfen, ohne viel Zeit in Schulungen oder Online-Recherchen investieren zu müssen, erklärt Engel. Die Tutorials stellten sicher, dass alle Mitarbeiter im Fertigungsbetrieb jederzeit auf demselben Wissensstand sind.

Sobald sich ein Maschinenbediener an der Maschine anmeldet, wird er automatisch informiert, sollte während seiner Abwesenheit zum Beispiel ein Update eingespielt worden sein. In diesem Fall kann er sich mit Hilfe eines Tutorials sehr effizient über die Änderungen und die neuen Möglichkeiten informieren. Dabei kann er selbst entscheiden, ob er das Tutorial sofort oder zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt startet, oder ob er es wegklickt, weil er vielleicht bereits auf einem anderen Weg informiert wurde. Die Tutorials decken, wie es weiter heißt, ein breites Themenspektrum ab, das von Anleitungen zu neuen Funktionen bis hin zu Antworten in Sachen Prozessverbesserungen reicht. Auf der Fakuma könnten sich die Messebesucher am Engel-Stand live durch die Tutorials klicken und dabei gleichzeitig noch mehr über die neuen Features der CC300-Steuerung lernen.

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