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Lasermarkieren Schutzsystem zum Lasermarkieren unmittelbar am Laserkopf montiert

Autor: Stéphane Itasse

Ein Laserschutzsystem schirmt den Laserstrahl direkt an der Bearbeitungsstelle ab. Schutzgehäuse oder komplett abgeschottete Laserschutzbereiche sind nicht nötig, wie der Hersteller Gravotech auf der Messe Blechexpo 2015 in Stuttgart zeigt.

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Das Schutzsystem wurde ursprünglich für die Lasermarkierung von Karosserieteilen entwickelt.
Das Schutzsystem wurde ursprünglich für die Lasermarkierung von Karosserieteilen entwickelt.
(Bild: Gravotech)

Gravotech präsentiert auf der Blechexpo unter der Leitmarke Technifor eine „Weltneuheit“, die es wesentlich erleichtern soll, Laser in Produktionslinien zu integrieren. Das im Rahmen eines Sonderbauprojekts für Kunden aus der Automobilindustrie entwickelte und seit mehreren Jahren erprobte Laserschutzsystem Mini-Inline werde nun allen Unternehmen zugänglich gemacht, heißt es, die nach einem sicheren, kostengünstigen und einfach integrierbaren System zum Lasermarkieren suchten, vor allem wenn große und sperrige Teile zu bearbeiten seien.

Geschütztes Lasermarkieren mit Laserklasse 1

Das System wird direkt auf dem Laserkopf montiert und bildet eine Art Schutztrichter zwischen dem Laserkopf und dem zu markierenden Werkstück. Dadurch sei die Abschirmung des Laserstrahls nach außen gewährleistet, so das Unternehmen, und das System erreiche die sichere Laserklasse 1. Spezielle Sicherheitssysteme würden eine Laseremission verhindern, falls Mini-Inline nicht dicht auf dem Werkstück aufsitzen könne.

Zusätzliche Laserschutzgehäuse und Schließeinrichtungen würden überflüssig, betont das Unternehmen. Dadurch werde die Integration von Lasern in bestehende Fertigungslinien oder die Planung von neuen Fertigungsanlagen erheblich vereinfacht.

Das Schutzsystem lässt sich direkt am Fertigungsort flexibel integrieren. Dadurch ergeben sich deutliche Vorteile in Bezug auf Bauraumoptimierung und Kosteneffizienz. Durch die kompakte Bauweise zwischen dem Laserkopf und dem Werkstück entsteht kein Bauraumverlust, außerdem werden Kosteneinsparungen durch den Verzicht auf externe Schutzgehäuse oder komplett abgeschlossene Laserschutzbereiche möglich. Der Kontaktbereich auf dem Werkstück ist nur wenig größer als die Markierung selbst.

Schutzsystem kann eigene Kabine beim Lasermarkieren einsparen

Entwickelt wurde das Schutzsystem für die Markierung von großen Karosserieteilen direkt in der Schweißzelle. Durch die Einsparung einer Laserschutzkabine mit aufwendigen Schließvorrichtungen kann der Laser von einem Roboter geführt werden. Dadurch entstehen signifikante Vorteile in Bezug auf Taktzeit und Ablaufoptimierung, auch Bauraum wird eingespart.

Gravotech zufolge kann das Schutzsystem auch in der spanenden Teilefertigung eingesetzt werden, etwa wenn Laser direkt in die Bearbeitungsmaschine integriert werden oder in Zwischenpositionen während des Teilehandlings. Weitere Anwendungen seien in der Endmontage denkbar.

Gravotech auf der Blechexpo 2015: Halle 6, Stand 6401

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 Stéphane Itasse

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