VDMA Schwache Auslandsmärkte bremsen Maschinenbau aus

Redakteur: Stéphane Itasse

Die schwachen Auslandsbestellungen haben dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau das Geschäft verdorben. Insgesamt lag der Auftragseingang lag im April 2014 um real 1 % unter dem Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt am Main mitteilt.

Firmen zum Thema

Trotz kräftiger Inlandsnachfrage kommt der deutsche Maschinenbau noch nicht richtig in Schwung.
Trotz kräftiger Inlandsnachfrage kommt der deutsche Maschinenbau noch nicht richtig in Schwung.
(Bild: EBM-Papst)

Das Inlandsgeschäft stieg laut Mitteilung um 8 %, das Auslandsgeschäft lag um 4 % unter Vorjahresniveau. Im Dreimonatsvergleich Februar bis April 2014 sank der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um 4 %. Die Inlandsaufträge lagen bei plus 5 %, die Auslandsaufträge bei minus 7 %.

Maschinenbau spürt Schwung in der Inlandsnachfrage

„Im April gaben in den Maschinenbauunternehmen eindeutig die inländischen Kunden den Ton an. Ein Zuwachs der Bestellungen um 8 % sorgte für einen spürbaren Schub und verhalf der Kurve des Inlandsorders zum lange erwarteten Richtungswechsel. Die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern verfehlten mit einem Minus von 1 % das Vorjahresergebnis zwar noch knapp. Doch auch hier deutet sich eine Trendwende ins Positive an. Abermals enttäuschend verlief dagegen die um 5 % niedrigere Nachfrage aus den Nicht-Euro-Ländern, so dass unterm Strich für die gesamten Bestellungen nur eine minus Eins steht“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Bildergalerie

Laut Wiechers konstatiert der VDMA in Deutschland eine zunehmende Investitionsnachfrage. „Die Ausrüstungsinvestitionen sind im ersten Quartal insgesamt um 3 % gestiegen, wir laufen jetzt mit den deutschen Ausrüstungsinvestitionen.“

Vor allem Russland bestellt weniger deutsche Maschinen

Der negative Trend aus dem Schwellenländern, namentlich den BRIC-Ländern, habe sich hingegen bestätigt. Die rückläufigen Auslandsaufträge führt Wiechers wesentlich auf Brasilien, Russland, Indien und China zurück. „Hervorheben muss man hier Russland“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt. „Russland war schon im letzten Jahr, gemessen an den Exporten, rückläufig. Dieser Trend hat sich verschärft, wir hatten allein in den ersten drei Monaten einen Rückgang unserer Exporte nach Russland von 16 %.“

Eine Kompensation gebe es hingegen aus den Euroländern. „Die Nachfrage aus den Euroländern hat sich stabilisiert, das sehen wir auch bereits in den Exporten.“ Gut sei außerdem, dass sich die US-Nachfrage stabilisiere. Die USA hätten die deutlichsten Zuwächse auch bei den Exporten gebracht, das helfe, den einen oder anderen Verlust zu kompensieren.

(ID:42723983)