Automatisierte Schweisszelle Schweissroboter mit Köpfchen

Redakteur: Luca Meister

Im Herbst 2014 hat die Ed. Keller AG in Kirchberg (Schweiz) eine neue Roboterschweissanlage in Betrieb genommen. Damit steigert der Ostschweizer Lohnfertiger sowohl Produktivität als auch Qualität und eröffnet sich dadurch neue Wege auf dem Markt. Die von der MTP Mig-Tig-Plasma AG konzipierte Spezialanlage verfügt über sechs externe Achsen, ein automatisches Brennerwechselsystem und eine ausserordentliche Prozessintelligenz.

Firmen zum Thema

Die geräumige neue Schweissroboteranlage der Ed. Keller AG verfügt über einen Panasonic-Schweissroboter, der mit drei verschiedenen Brennern ausgerüstet ist.
Die geräumige neue Schweissroboteranlage der Ed. Keller AG verfügt über einen Panasonic-Schweissroboter, der mit drei verschiedenen Brennern ausgerüstet ist.
(Bild: Ed. Keller)

Zwischen idyllischen Hügeln im grünen St. Gallerland produziert die Ed. Keller AG Lösungen für den Maschinen- und Metallbau. Das 1971 gegründete Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern beliefert u. a. die Landwirtschaftstechnik beispielsweise mit rotativen Komponenten wie Kupplungen, Halterungen oder Stützräder oder den Metallbau mit Stahlgeländern. Die Werkstoffkompetenz liegt bei Stahl, Chromstahl und Aluminium. Neben der Lohnfertigung werden zudem passende Druckluftwerkzeuge für verschiedenste Werkzeuganwendungen vertrieben.

Um sich auf dem Markt besser positionieren zu können, hat sich die Ed. Keller AG zum prioritären Ziel gesetzt, bei ihren Aufträgen die Prozesskosten zu senken. Edwin Keller junior, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärt: «Wir spüren einen gewissen Druck vom Markt. Damit wir weiterhin an der Spitze bleiben, müssen wir sowohl effizienter werden als auch unsere Qualitätsstandards erhöhen.» Mit der neuen hochautomatisierten Schweisszelle verspricht sich die Ed. Keller AG darüber hinaus mehr attraktive Serienaufträge.

Bildergalerie

Roboter und Schweissstromquelle aus einer Hand

Auf die Frage, wie die St. Galler auf den Schweissroboter von Panasonic gestossen sind, antwortet E. Keller ein bisschen schmunzelnd: «Das war auf der Euroblech. Bis zu diesem Zeitpunkt kannten wir Panasonic nur von den Fernsehern.» Wie üblich wurden nach dem Messebesuch auch Angebote von anderen Roboterherstellern eingeholt.

Die Einigung auf einen Anbieter war aber keineswegs einfach: «Bei den grösseren Roboterfirmen sind wir jeweils von den grossen Teams respektive den vielen verschiedenen Ansprechpartnern überrascht worden. Das hat sich für unsere Bedürfnisse als nicht sehr zielführend erwiesen», fährt E. Keller fort. Denn bei einem so komplexen Gerät müssen viel mehr Faktoren berücksichtigt werden als etwa beim Kauf einer konventionellen Werkzeugmaschine.

Als schlagkräftiges Argument galten einerseits die Möglichkeit der Offline-Programmierung und andererseits der Pluspunkt, dass sowohl der Roboter als auch die Schweissstromquelle aus dem gleichen Haus stammen. So wurde man aufmerksam auf die MTP Mig-Tig-Plasma AG in Volketswil, die seit 17 Jahren die Panasonic-Roboter in der Schweiz vertreibt.

(ID:43474003)