Ruhig, Bohrer! Schwingungsgedämpfte Bohrstangen sorgen beim Drehen für Ruhe

Autor / Redakteur: Norbert Stattler / Peter Königsreuther

Was bei der Zerspanung als Top-Ergebnis gilt, kann unterschiedlich sein. Meist geht es aber um hochwertige Oberflächen und sichere Prozesse. Neue Bohrstangen von Ceratizit leisten nicht nur das.

Firmen zum Thema

Das hier ist ein neues Ceratizit-Werkzeug – eine schwingungsgedämpfte Bohrstange! Sie sorge bei der Arbeit mit der Drehmaschine für glatte Oberflächen und stabile Prozesse.
Das hier ist ein neues Ceratizit-Werkzeug – eine schwingungsgedämpfte Bohrstange! Sie sorge bei der Arbeit mit der Drehmaschine für glatte Oberflächen und stabile Prozesse.
(Bild: Ceratizit)

Unkontrollierte Vibrationen haben schon so manchem teuren Werkstück das Leben gekostet – und dabei dem Zerspaner die geplante Umsatzsuppe gründlich versalzen. Was aber, wenn beim Drehen, Aufbohren oder Gewinden wegen der Bauteilsituation nur lange Auskragungen am Werkzeug zum Ziel führen? „Je nach zu bearbeitendem Material entstehen dann unweigerlich Vibrationen, welche die Oberfläche am Werkzeug beeinträchtigen, oder das Bauteil zum Ausschuss werden lassen“, merkt Christoph Retter, Produktmanager beim Team Cutting Tools der Ceratizit-Gruppem an. Weil das in diesem Fall nicht die einzigen Gefahren für einen effizienten Zerspanungsprozess sind, man denke an den beschleunigten Verschleiß bis hin zum Werkzeugbruch, sollte man ein vibrationsdämpfendes Gegenmittel haben, empfiehlt Retter. Und: die Retter in der Not (hier gleich im doppelten Sinne), sind deshalb schwingungsgedämpften Bohrstangen in Kombination mit einem flexibel einsetzbaren Wechselkopfsystem, die man jetzt ab Lager ordern kann. Schauen wir mal näher hin:

Nur die Ruhe bewahren!

Bisher reduzieren Zerspaner die entstehenden Vibrationen meist, indem sie Prozessparameter wie Schnitttiefe, Schnittgeschwindigkeit oder Vorschub verringerten. „Im Hinblick auf größtmögliche Wirtschaftlichkeit ist das aber nur ein Behelf, denn oft entscheidet die Prozesszeit, ob ein Auftrag überhaupt rentabel“, wirft Retter ein. Die bessere Alternative ist das neu entwickelte Ceratizit-Wechselkopfsystem, das zum einen mit Grundhaltern, zum anderen aber auch mit speziellen Bohrstangen für die Zerspanung genutzt werden kann.

Ein, wie es heißt, brandaktuelles Merkmal der neuen schwingungsgedämpften Bohrstangen vom Team Cutting Tools von Ceratizit ist ihr Wechselköpfchen-Konzept (rechts), das ihren Einsatz variabel gestalten lässt.
Ein, wie es heißt, brandaktuelles Merkmal der neuen schwingungsgedämpften Bohrstangen vom Team Cutting Tools von Ceratizit ist ihr Wechselköpfchen-Konzept (rechts), das ihren Einsatz variabel gestalten lässt.
(Bild: Ceratizit)

Und statt die Schnittwerte zu reduzieren, kann man sogar einen Zahn zulegen bei den Parameterwerten, betont Retter. Mit den schwingungsgedämpften Bohrstangen sind Bearbeitungsvorgänge mit langen Auskragungen wesentlich schneller zu bewerkstelligen als mit ungedämpften. Vor allem verbessern sich durch diese quasi ruhiggestellten Werkzeuge die Oberflächenqualitäten, die Standzeiten sind länger, weil das Werkzeug so weniger belastet wird und der Maschinenspindel tut die Ruhe auch gut. Das hat sogar einen nachhaltigen Aspekt, führt Retter weiter aus, weil alle Komponenten einfach länger durchhalten. Zusammen mit den so zu erwartenden Kosteneinsparungen der Zerspaner nun auch knifflige Aufgaben entspannter angehen. Denn die Schwingungsdämpfung, führt Retter weiter aus, macht Anwendungen möglich, die unter normalerweise nicht einmal bei minimalen Schnittparameterwerten machbar wären.

Eine Stange, die nicht „von der Stange“ ist!

Die Grundlage für die mit den schwingungsgedämpften Bohrstangen verbesserte Zerspanungsarbeit ist, wie bereits erwähnt, das neu entwickelte, modulare Wechselkopfsystem von Ceratizit. Eine Auswahl von acht verschiedenen Wechselköpfen lässt das Ganze so flexibel werden, dass man keine weiteren Werkzeuge braucht. So spart man sich Anschaffungs- und Lagerhaltungskosten. Wegen der ausgeklügelten Kühldüsenpositionierung profitiert der Anwender nicht nur von einem effizienten Kühleffekt am Ort des Geschehens sondern auch von einer guten Spanabfuhr.

Die Standardvarianten der Grundhalter gibt es ab sofort in den Längen 200, 218 und 283 mm und in den Durchmessern 25, 32 und 40 mm. „Die schwingungsgedämpften Versionen haben wir in 150, 185 und 225 mm Länge aufgelegt“, ergänzt Retter. Die bisher genannten Vorteile spielen die System im Übrigen vollkommen unabhängig von den zu zerspanenden Materialien aus, schließt der Produktmanager.

(ID:47304466)