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Werkstoffe Sechs Fachkongresse als Flankengeber für die Messen Materialica und Composites

| Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Auf den zwei Fachmessen Materialica und Composites werden Trends beim Produkt-Engineering mit Hightech-Werkstoffen nicht nur komprimiert anhand von Exponaten wiedergegeben. Vielmehr geht man anwendungsspezifisch vertiefend darauf ein. Das übernehmen sechs Fachkongresse, die beide Messen inhaltlich flankieren.

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Ein Schwerpunkt der Fachmessen Materialica und Composites ist der Leichtbau. Dabei werden Faser-Verbundwerkstoffe viel Platz einnehmen. Bild Munich-Expo
Ein Schwerpunkt der Fachmessen Materialica und Composites ist der Leichtbau. Dabei werden Faser-Verbundwerkstoffe viel Platz einnehmen. Bild Munich-Expo
( Archiv: Vogel Business Media )

Innovationen brauchen Dialog. Bei Querschnittsthemen wie den Werkstoffen muss dieser Dialog branchenübergreifend sein. So flankieren diesmal gleich sechs Fachkongresse die Münchener Messen Materialica und Composites.

Fachkongresse mehr als ein Rahmen zu Materialica und Composites

Sie sind laut Veranstalter mehr als ein Rahmenprogramm, dort griffen Experten Trends beim Produkt-Engineering in verschiedenen Hightech-Bereichen auf. Auf den beiden Engineering- und Zuliefermessen wird gezeigt, was davon in die Praxis schon eingegangen ist.

Über 350 Aussteller sind auf beiden Messen vertreten, davon sind etwa zwei Drittel dem Bereich Faser-Verbundwerkstoffe zuzuordnen. Damit ist die Composites laut Veranstalter „die größte Messe für Faserverbundtechnik im deutschsprachigen Raum“. Europaweit belegt sie Platz zwei, nach der Composite-Show JEC in Paris, mit der man eine Partnerschaft eingegangen ist.

Faser-Verbundwerkstoffe stark vertreten

Wie die JEC-Show umfasst die Composites die komplette Fertigungskette im Faserverbundbereich: von den Rohstoffen bis zum Fertigteil – für Anwendungen im Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen- und Bootsbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik. Anwendungsspezifisch wird darauf vertiefend bei den verschiedenen Fachkongressen eingegangen.

Ein Höhepunkt ist dabei die „European Space Technology Transfer Conference“. Sie wird von der europäischen Raumfahrtagentur ESA und dem Messeveranstalter ausgerichtet. „Bewusst“, so die ESA, fiel die Endscheidung für die Premiere auf die Materialica. Dort sei die richtige Zielgruppe.

Neue Werkstoffe aus der Raumfahrt

Mehr als 200 Entwicklungen wurden bereits aus der Raumfahrttechnik in andere Branchen transferiert. Sie fanden Eingang in die Metall-, Keramik- und Kunststoffindustrie, die Oberflächen- und Prüftechnik. Diese Branchen werden von der Materialica abgedeckt.

So sind die Chancen nicht schlecht, dass man auf den beiden Messen manche ursprüngliche Entwicklung für die Raumfahrttechnik in terrestrischen Produkten entdeckt, etwa bei der Deutsche Edelstahl GmbH, Krefeld, wo unter anderem Sonderlegierungen entwickelt werden. Auch in der Oberflächentechnik profitiert man von Produkten aus dem All, besonders bei extremen Anwendungsbedingungen.

Diesbezüglich hat die Nanotechnik Fortschritte gebracht. Gleich sechs Aussteller, darunter die Starnberger Beschichtungen GmbH, Landsberg am Lech, zeigen auf der Materialica Nano-Schichten. MM

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