Technology Days Precision Engineering 2017 Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung in einer Aufspannung

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Erstmals führt das 2016 gegründete Techcenter für Medizintechnik und Feinmechanik der Schweizer Starrag Group vom 15. bis 17. Februar sein Know-how in Sachen Hochpräzisionszerspanung mit Partnern auf den Technology Days Precision Engineering 2017 vor.

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Highlight im „Medical Valley“: Auf den Technology Days Precision Engineering vom 15. bis 17. Februar 2017 demonstriert die Starrag Group auf drei Bumotec-CNC-Dreh-Fräszentren (im Bild die S191 Linear) die Komplettbearbeitung von Bauteilen mit spielfreier, wiederholbarer Präzision im µm-Bereich.
Highlight im „Medical Valley“: Auf den Technology Days Precision Engineering vom 15. bis 17. Februar 2017 demonstriert die Starrag Group auf drei Bumotec-CNC-Dreh-Fräszentren (im Bild die S191 Linear) die Komplettbearbeitung von Bauteilen mit spielfreier, wiederholbarer Präzision im µm-Bereich.
(Bild: Starrag Group)

Die Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung von komplexen, medizintechnischen Produkten wie Implantaten oder Instrumenten auf drei Bumotec-Bearbeitungszentren soll das Highlight darstellen. Die Herausforderung ist hoch: Während klassische Werkzeugmaschinen in erster Linie für typische Materialien wie Stahl oder Aluminium ausgelegt sind, zerspanen Produktionsanlagen für Medizintechnik oder Feinmechanik beispielsweise Kobaltchrom, Titan und Edelstahl. Dazu bedarf es individueller Bearbeitungsprozesse mit unterschiedlichen Zerspanungswerkzeugen.

Das entsprechende Know-how und Equipment präsentiert die Starrag Group mit den Partnerfirmen Tornos, Haimer, Hoffmann Group und Condat auf den Technology Days Precision Engineering 2017. Im Detail geht es dabei um die gesamte Prozesskette und das Zusammenspiel von Werkzeugmaschinen, Messgeräten, Werkzeugen, Schrumpfgeräten, Werkzeughaltern und Fluidtechnik. Im Mittelpunkt stehen Vorführungen auf drei Hochpräzisions-Werkzeugmaschinen der Traditionsmarke Bumotec aus dem Schweizer Kanton Fribourg, die Bauteile direkt von der Stange auf Tausendstel von Millimeter exakt bearbeiten.

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Unterschiedlichste Möglichkeiten der Bearbeitung

Es handelt sich um das CNC-Dreh-Fräszentrum S191 Linear zur sechsseitigen Komplettbearbeitung von Bauteilen mit spielfreier, wiederholbarer Präzision im µm-Bereich und zwei Fünf-achsigen CNC-Dreh-Fräs-Zentren des Typs S128 und S181. „Mit diesen drei Maschinen präsentieren wir die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Bearbeitung“, sagt Marc Lehmann, Leiter Verkauf, Techcenter Starrag. „Wir starten anhand von Musterbearbeitungen mit der Optimierung des Zerspanungsprozesses, um durch die schnellstmögliche Taktzeit unseren Kunden profitabler zu machen – unter Einhaltung der Prozesssicherheit und der Qualitätsvorgaben des Kunden gemäß unseres Versprechens: „Engineering precisely what you value.“

Dabei greift die Starrag Group auf das in über 3 Jahrzehnten erworbene Wissen der Traditionsmarke Bumotec zurück, die bereits rund 500 Bearbeitungszentren an Kunden aus der Uhrenindustrie, Medizintechnik und Feinmechanik geliefert hat. Eine Spezialität ist die Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, dank der sich die Zykluszeiten erheblich senken lassen. Ein wichtiger Aspekt vor allem in der Medizintechnik mit ihren immer niedrigeren Losgrößen. Manche Produkte wie Implantate entstehen – Stichwort Personalisierung – sogar schon in Losgröße eins.

Speziell zu ihrer Herstellung sind neue ganzheitliche Herstellprozesse gefragt, die auf den Technology Days Precision Engineering 2017 gezeigt werden. Im Mittelpunkt stehen, außer Feinmechanik, Anwendungen in der Medizintechnik. Ein typisches Beispiel sind Instrumente etwa für die minimalinvasive Chirurgie (MIS). Die hohe Flexibilität der Bumotec-Bearbeitung ermöglicht es dem Kunden, Sets wie etwa mehrteilige Instrumente ohne spätere Montageprobleme herzustellen. Immendingen demonstriert außerdem die Produktion von Komponenten und Instrumenten für die Zahnmedizin aus unterschiedlichsten Materialien wie Titan, Kobaltchrom oder Keramik, bei denen es auf die Einhaltung strenger Toleranzen ankommt. Eine andere Spezialität ist die Fertigung von Implantaten für Orthopädie und Traumatologie aus Brammen oder Rohlingen. Die Bumotec-Bearbeitungszentren zeichnen sich dabei auch durch sehr niedrige Nebenzeiten aus, heißt es. Dank schneller Rüstprozesse können Anwender auch kleine Chargen bis hin zur Losgröße eins in einem breit gefächerten Produktionsmix wirtschaftlich herstellen.

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