Suchen

Security Security für Teile aus dem 3D-Drucker

| Redakteur: Simone Käfer

Ein Security-Verfahren soll sicherstellen, dass 3D-gedruckte Teile vor Hackern sicher sind. US-Forscher haben dafür ein Dreischichtenmodell für jeden Drucker entwickelt.

Firmen zum Thema

Wie sicher sind Ihre 3D-gedruckten Produkte? US-Forscher entwickeln System für Security im 3D-Druck.
Wie sicher sind Ihre 3D-gedruckten Produkte? US-Forscher entwickeln System für Security im 3D-Druck.
(Bild: gemeinfrei (geralt/pixabay) / CC0)

Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology und der Rutgers University-New Brunswick haben ein Dreischichtenmodell entwickelt, um die Produkte von 3D-Drucken vor Manipulation zu schützen. Die Technik ist unabhängig von Druckerhersteller und Steuerungssoftware. Sie stellen die Druckteile in den Vordergrund, da diese in Menschen und sicherheits-kritischen Maschinen wie Flugzeugen und Autos eingesetzte werden, wie Raheem Beyah von der Georgia Tech's School of Electrical und Computer Engineering erklärt. Um die Druckteile zu schützen, wollen sie sicherstellen, dass weder der Drucker noch dessen Steuerung von Schadsoftware infiltriert ist.

Das Dreischichtenmodell für mehr Security im 3D-Druck

  • Ändert sich der Ton beim Druckprozess, könnte das an Schadsoftware liegen. Daher überwacht eine akustische Messsystem den Vorgang.
  • Auf einen Angriff weist auch eine Abweichung im Verfahrweg der Düse hin. Daher wird der geplante mechanischen Weg der Druckerkomponenten physisch verfolgt.
  • Mischt man goldene Nanostäbe in das Filament, kann man deren Postion im gedruckten Produkt per Spektroskopie und der Computertomographie feststellen. Sind sie nicht an den erwarteten Stellen, lässt sich daraus auf einen Angriff schließen.

Raheem Beyah in einem Labor für 3D-Druck an der Woodruff School of Mechanical Engineering.
Raheem Beyah in einem Labor für 3D-Druck an der Woodruff School of Mechanical Engineering.
(Bild: Christopher Moore/Georgia Tech)

Die Forscher testeten ihre Technik auf drei verschiedenen 3D-Druckern und einer CNC-Maschine, mit denen sie eine Polyethylen-Tibia-Knieprothese herstellen. Über die Erkennung von bösartigen Aktivitäten oder Qualitätsproblemen hinaus könnte die Technik Produktionsprobleme beheben und Materialabfälle reduzieren, erklären die Forscher. Bewiesen haben sie bereits die Machbarkeit ihres Systems, nun testen sie die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe und die Tauglichkeit im Produktionsprozess. So könnte die akustische Messung unter dem benachbarten Drucker oder einer anderen Maschine leiden.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44846456)