China Market Insider Seltene Erden & Co – so sichert sich China Autarkie bei Rohstoffen

Von Henrik Bork

Der chinesische Staat verstärkt seine Kontrolle über strategisch wichtige Rohstoffe. Die Regierung will dadurch die Abhängigkeit vom Ausland reduzieren.

(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

Öl, Gas, Seltene Erden, Graphit, Kupfer, Chrom, Wolfram und andere für die Industrie besonders wichtige Ressourcen sollen stärker als bisher im eigenen Land erkundet und erforscht werden. Das bekräftigte die oberste Zentralplanungsbehörde NDRC in Peking. Die neue Rohstoffpolitik soll vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA die Autarkie der chinesischen Volkswirtschaft stärken. Die oberste Zentralplanungsbehörde NDRC in Peking hat dazu am 12. November einen konkreten Maßnahmenkatalog veröffentlicht, nachdem eine „hochwertige Entwicklung in von Ressourcen abhängigen Regionen“ schon Anfang des Jahres im neuen Fünf-Jahresplan der Volksrepublik beschlossen worden war.

China ist der größte Rohstoffkonsument der Erde und gleichzeitig auch ein wichtiger Lieferant von Seltenen Erden und anderen Rohstoffen für Europa und die USA. Jede Änderung seiner Industriepolitik in diesem Bereich bringt neue Chancen und Risiken für die deutsche Wirtschaft mit sich. So ergeben sich neue Absatzchancen für den deutschen Maschinenbau, wenn wie jetzt beschlossen in China verstärkt in Exploration, Fördertechnik, die Erfassung der geologischen Datenlage oder den Aufbau eines besseren Vorratssystems für strategische Rohstoffe investiert wird. „Die technologische Modernisierung der Bergbau- und Rohstoffverarbeitungsindustrie sowie die Umweltoffensive in China öffnen deutschen Maschinenbauunternehmen und Anbietern von Umwelttechnologie neue Absatzmöglichkeiten“, heißt es in einer gemeinsamen Marktstudie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) und der deutschen Außenhandelskammern in China (AHK).