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Weiss Spindeltechnologie

Sensormodul stellt Daten auch dem Anwender zur Verfügung

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Wie Weiss Spindeltechnologie bekanntgab, wurde das Sensormodul SMI 24 weiterentwickelt und mit einem Datenexportmodul ausgestattet, das es ermöglicht, die aufgezeichneten Daten zu exportieren. Auf Basis dieser Informationen sind Anwender von Werkzeugmaschinen in der Lage, Verschleißzustände der eingesetzten Spindel stetig zu überwachen, zu analysieren und Trends abzuleiten.

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Jürgen Müller, zuständig für Produktmanagement und Vertrieb der Weiss Spindeltechnologie: „Mit dem SMI-Datenexport ist es nun auch dem Anwender möglich, die in der Spindel abgespeicherten Daten zu nutzen.“
Jürgen Müller, zuständig für Produktmanagement und Vertrieb der Weiss Spindeltechnologie: „Mit dem SMI-Datenexport ist es nun auch dem Anwender möglich, die in der Spindel abgespeicherten Daten zu nutzen.“
(Bild: Reinhold Schäfer)

Jürgen Müller, zuständig für Produktmanagement und Vertrieb bei der Weiss Spindeltechnologie GmbH – ein Siemens-Tochterunternehmen – erläutert: „Für die einfache Inbetriebnahme ist das Spindelsensormodul SMI 24, im Zusammenspiel mit der Siemens-CNC Sinumerik 840D sl und 828D schon vielfach im Einsatz.“ Zudem werde das elektronische Typenschild auch als Datensammler genutzt, weil es verschiedene statistische Auswertungen wie Temperaturverläufe, Drehzahl- und Drehmomentprofile anzeigen kann, womit man auch Aussagen zu den auf die Spindel einwirkenden Kräfte machen kann.

Jetzt geht das fränkische Unternehmen aus Maroldsweisach noch einen Schritt weiter: „Mit dem Tool für Datenexport, das seit Mitte 2016 verfügbar ist, können die vom Sensormodul SMI 24 aufgezeichneten Daten als CSV-Datei auf externen Laufwerken abgespeichert und dann aufbereitet werden“, zeigt Müller die Vorteile auf. Übersichtlich als Diagramme dargestellt lassen sich so zuverlässig Trends erkennen und Rückschlüsse auf den Verschleißgrad der Spindel ziehen.

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Spindeldaten geben Hinweis auf Verschleiß

Veränderungen der Werkzeugspann- und -lösezeiten geben dem verantwortlichen Instandhalter der Maschine zum Beispiel entscheidende Hinweise, wie sich das Werkzeugspannsystem der Spindel verändert. Dementsprechend kann er rechtzeitig eine gezielte Ursachenanalyse oder vorbeugende Wartungsmaßnahmen veranlassen. Laut Müller ähnlich hilfreich: „Beobachtet der Facharbeiter an den Analysegrafiken Veränderungen der Wälzlagertemperatur, die sich über die Laufzeit hinweg erstrecken, kann er Rückschlüsse auf einen etwaigen Verschleiß ziehen.“

Aus diesen Beispielen werde deutlich, dass das SMI-24-Analysetool entscheidend dazu beitrage, ungeplante Stillstände von Werkzeugmaschinen zu vermeiden. Denn auf Basis der ausgewerteten Daten, lassen sich zahlreiche Servicearbeiten bereits im Vorfeld planen. Instandhalter können also agieren anstatt zu reagieren und so rechtzeitig beim Reparaturbetrieb entsprechende Ersatzteile anfordern oder eine neue Spindel bestellen.

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